Pädophilie: Kinderschänder Neil muss neun Jahre hinter Gitter
Aktualisiert

PädophilieKinderschänder Neil muss neun Jahre hinter Gitter

Der kanadische Kinderschänder Christopher Neil ist in Thailand zu sechs weiteren Jahren Haft verurteilt worden. Damit muss er nun für insgesamt neun Jahre hinter Gittern bleiben.

Wie die Justizbehörden in der thailändischen Hauptstadt Bangkok am Montag mitteilten, verurteilte ihn ein Gericht bereits am 14. November wegen eines weiteren Falls von Kindesmissbrauch.

Das Gericht glaubte einem heute 14-Jährigen, der nach eigenen Angaben 2003 im Alter von neun Jahren von dem Kanadier in Bangkok missbraucht worden war. Neil hatte die Tat bestritten. Die Richter verurteilten den Kandadier ausserdem zu Zahlung von 50 000 Bath (rund 1760 Franken) an die Familie seines Opfers.

Neil hatte dagegen den Missbrauch des Bruders zugegeben. Dafür war er im Sommer bereits zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Die Strafe fiel damals so milde aus, weil er sich schuldig bekannt hatte.

Der frühere Priesteranwärter war jahrelang als Sextourist durch Asien gereist. Er arbeitete unter anderem in Thailand, Vietnam, Kambodscha und Südkorea als Englischlehrer.

Gefasst dank internationaler Fahndungsaktion

Nach den Ermittlungen der Polizei soll er Hunderte kleine Jungen missbraucht haben. Er stellte selbst von sich und nackten Jungen in eindeutigen Posen zahlreiche Fotos ins Internet. Auf jedem «verwirbelte» er sein Gesicht bis zur Unkenntlichkeit.

Deutsche Fahnder hatten ihn schon seit 2004 im Visier, weil sie den Mann für einen Deutschen hielten. Erst im Herbst vergangenen Jahres gelang es ihnen aber, das «verwirbelte» Gesicht so zu entzerren, dass ein erkennbares Fahndungsfoto erstellt werden konnte.

Das Bild ging in einer einmaligen Fahndungsaktion um die Welt, und der Mann wurde nach eineinhalb Wochen in Thailand gefasst. (sda)

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