Hungerstreik: Kinderschänder wird zwangsernährt
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HungerstreikKinderschänder wird zwangsernährt

Der wegen Schändung von Kindern verurteilte und verwahrte Häftling René Osterwalder wird von der Zürcher Strafanstalt Pöschwies ins Berner Inselspital verlegt und zwangsernährt.

Er befindet sich seit über einem Monat im Hungerstreik. Osterwalder werde aufgrund seiner sich verschlechternden körperlichen Verfassung in die Bewachungsstation des Berner Spitals verlegt, teilte das Zürcher Amt für Justizvollzug am Donnerstag mit. Das Inselspital werde die nötigen Massnahmen ergreifen, «auch gegen den in der Patientenverfügung festgehaltenen Willen von Osterwalder», heisst es in der Mitteilung weiter.

Osterwalder trat am 6. Juli in den Hugerstreik. Er fordert von der Anstalt, dass er seine Partnerschaft mit einem Mithäftling leben kann, den er in Gefangenschaft kennen gelernt hat. Das Amt für Juszitvollzug lehnte dies jedoch ab.

Osterwalder hatte 1991 und 1992 mit seiner damaligen Freundin zwei Kleinkinder auf brutalste Weise sexuell misshandelt und davon Videoaufnahmen gemacht. Das Zürcher Geschworenengericht verurteilte den heute 54-Jährigen 1998 wegen versuchten Mordes, schwerer Körperverletzung, sexuellen Handlungen mit Kindern und Schändung zu 17 Jahren Zuchthaus.

(sda)

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