Aktualisiert 28.07.2004 23:43

Kindersex auf Bounty-Insel

Auf der Südseeinsel Pitcairn leben die Nachfahren der «Bounty»-Meuterer. Sie wollen sich von der britischen Krone nichts verbieten lassen – schon gar nicht Sex mit Minderjährigen.

Das Mini-Eiland zählt nur 44 Einwohner. Sie stammen von neun Seeleuten ab, die vor über 200 Jahren auf dem britischen Segelschiff Bounty meuterten. Nachdem die Männer das Schiff damals verbrannt hatten, liessen sie sich mit zwölf tahitianischen Frauen auf Pitcairn nieder.

Seither leben die Insulaner nach ihren eigentümlichen Sitten. So ist Sex mit 12-Jährigen auf Pitcairn «relativ normal», wie ein Einwohner im «New Zealand Herald» zitiert wird. Doch das goutiert die britische Krone nicht. Sie will sieben Männern den Prozess machen – wegen sexueller Nötigung in insgesamt 96 Fällen.

Nun ist ein heftiger Streit entbrannt: Die Inselbewohner wollen sich britischem Recht nicht beugen. Für Grossbritannien ist hingegen klar: Seit Pitcairn 1887 zur Kolonie erklärt wurde, besitzen die Einwohner britische Pässe. Dem Prozess stehe daher nichts im Weg.

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