05.06.2014 12:25

Kunstausstellung

Kindersoldaten in Basler Elisabethenkirche

Die neue Ausstellung des Basler Künstlers Stelio Diamantopoulos «War Toys» ist in der Elisabethenkirche zu sehen. Thema ist die Ausbeutung von Kindern durch Krieg.

von
bz

Vom 6. bis 21. Juni wird in der Elisabethenkirche eine alternative Ausstellung gezeigt. Zentrales Motiv der Installation sind gedruckte Bilder von Kindersoldaten, mit welchen der ausgebildete Grafiker und heute freiberufliche Kunstmaler Stelio Diamantopoulos veranschaulichen will, was Krieg und Ungerechtigkeit verursachen können.

Als zentrales Element der Ausstellung zeigt sich dem Besucher eine über dem Chor hängende,überdimensionierte Ente, die einem Kriegsschiff oder Panzer ähnlich sieht. Diamantopoulos versteht es, Gut und Böse einander gegenüberzustellen und bildet auch die Grauzonen innerhalb dieses «Schwarz-Weiss-Denkens» – wie er es selber nennt – ab. Vor den seitlichen Bögen des Kirchenschiffes hängen sechs Bilder von kindlichen Soldaten, die als Ikonen sowohl Unschuld wie auch Brutalität widerspiegeln.

Zusammenarbeit mit Lithographen

Die Finanzierung des Projektes war lange nicht gesichert, erzählt der Kunstmaler. Ursprünglich sollte die Installation über Crowdfunding finanziert werden, schliesslich wurden jedoch Gelder von fünf dem Künstler bekannten Sponsoren gesprochen.

Diamantopoulos hat die Vorlagen nicht mit der eigenen Kamera geschossen, sondern verwendet bekannte Fotografien von Kindersoldaten aus dem Internet, die Darstellungen von Politikern und Revolutionsführern ähnlich sehen. Durch die Zusammenarbeit mit einem Lithographen entstanden schliesslich die fünf Quadratmeter grossen Bildflächen. Laut dem Künstler bilden sie als Puzzleteile ein grosses Ganzes.

Natürlich könne er vom Publikumszulauf der renommierten Art Basel profitieren, gibt der Kunstmaler zu. Er sieht seine Ausstellung allerdings als Kontrastprogramm zur Basler Grossausstellung, «in der es in erster Linie ums Verkaufen» geht.

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