Zürich: Kinderspital zeigt ehemaligen Herzchirurg an
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ZürichKinderspital zeigt ehemaligen Herzchirurg an

Ein ehemaliger Herzchirurg soll «massive Drohungen» gegen Verantwortliche des Zürcher Kinderspitals ausgesprochen haben. Diese reichten Strafanzeige ein.

von
tam
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Das Kinderspital Zürich hat gegen einen ehemaligen Chirurgen eine Strafanzeige wegen Drohung eingereicht.

Das Kinderspital Zürich hat gegen einen ehemaligen Chirurgen eine Strafanzeige wegen Drohung eingereicht.

Keystone/Petra Orosz
Der Mann soll im Rahmen einer Mediation vergangene Woche massive Drohungen gegen die Verantwortlichen des Kinderspitals ausgesprochen haben.

Der Mann soll im Rahmen einer Mediation vergangene Woche massive Drohungen gegen die Verantwortlichen des Kinderspitals ausgesprochen haben.

Keystone/Walter Bieri

Das Zürcher Kinderspital hat gegen einen ehemaligen Herzchirurgen Strafanzeige wegen Drohung eingereicht. Das ist der bisherige Höhepunkt eines Arbeitskonflikts, der seit über einem halben Jahr schwelt. Eine Mediation brachte keine Besserung.

Im Arbeitskonflikt mit dem Herzchirurgen scheine eine einvernehmliche Lösung nicht möglich zu sein, schreibt das Universitäts-Kinderspital Zürich in einer Mitteilung vom Dienstag. Der Mann soll im Rahmen einer Mediation vergangene Woche massive Drohungen gegen die Verantwortlichen des Kinderspitals ausgesprochen haben.

Hausverbot auferlegt

Diese sahen sich deshalb gezwungen, Strafanzeige gegen den ehemaligen Herzchirurgen einzureichen. Auslöser des Konflikts war die Kündigung des Arbeitsverhältnisses mit dem Mann und insbesondere deren Begründung im Dezember 2018, wie es in der Mitteilung heisst. Im April 2019 war der Arzt in einen Hungerstreik getreten deswegen.

Wegen der Eskalation der Situation in der vergangenen Woche hat das Kinderspital zudem das Arbeitsverhältnis während der laufenden Kündigungsfrist fristlos aufgelöst. Dem ehemaligen Herzchirurgen wurde ein Hausverbot auferlegt.

Das Spital schreibt, dass es sich trotz der verfahrenen Situation um einen konstruktiven Dialog bemüht hätte. Man habe dem Mann eine Mediation ohne Vorbedingungen und einen Mediator seiner Wahl angeboten. Die «massiven Drohungen» und die vorgebrachten «unwahren Anschuldigungen» hätten nun aber keine andere Möglichkeit als die Strafanzeige zugelassen. (tam/sda)

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