Aktualisiert 27.11.2009 08:36

Kampf gegen Kinderhandel

Kindesentführer in China getötet

In China sind zwei Männer hingerichtet worden, die an der Entführung und dem Verkauf von 15 Kindern beteiligt waren. Viele der Kinder wurden als Babys verschleppt.

Einige der Kinder konnten bislang noch nicht wieder mit ihren leiblichen Eltern zusammengeführt werden. Die beiden Kindesentführer wurden am Donnerstag hingerichtet, wie es hiess.

Kinderhandel ist ein grosses Problem in China, wo traditionell männliche Erben bevorzugt werden. Die restriktive Ein-Kind-Politik hat dazu geführt, dass es einen Markt für männliche Babys gibt, für die höhere Preise erzielt werden können als für Mädchen. Tausende Kinder werden jedes Jahr als vermisst gemeldet, genaue Zahlen gibt es aber nicht. Die Polizei hatte in diesem Jahr mitgeteilt, sie habe im Zuge von Razzien gegen Kinderhändler 2000 entführte Kinder gerettet.

Die Bekanntmachung der Hinrichtungen ist Teil einer Kampagne der Regierung gegen den Kinderhandel in China. Nach Angaben aus der Justiz wurden deswegen in den ersten zehn Monaten dieses Jahres bereits 1714 Menschen verurteilt. (sda/dapd)

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