Kindheitserinnerungen.
Aktualisiert

Kindheitserinnerungen.

Als ich ein kleines Mädchen war, musste ich mit meinen Eltern jeweils im Herbst in das Piemont.

Zugegeben, eigentlich fahre ich noch immer jeden Herbst mit meinen Eltern dahin; der Unterschied ist freilich einzig, dass ich dies nun freiwillig und gerne mache. Nicht so wie damals ... als ich 16 war.

Ich habe zwei ganz schlimme Erinnerungen an das Piemont.

1. Ich musste meiner Mamma beim kochen helfen. Sie verschwand kurz und sagte „Kind, tu doch bitte den Abfall in den Kompost." Ich habe dann dummerweise auch einen Trüffel in den Kompost geschmissen. Damals roch das in meiner Nase anders als heute. Meine Mutter weiss bis heute nicht, was mit der Knolle geschehen ist. Bis heute ... sorry, Mami.

2. In dem Dorf Acqui gibt es einen Brunnen. Einen sehr stinkenden Brunnen. Ich erinnere mich, wie mein kleiner Bruder und ich uns jeweils über die Leute wunderten, welche dieses grausige, nach faulen Eiern stinkende Wasser in Kanister füllten.

Heute, etwas älter, wundere ich mich noch mehr ab diesen Leuten. Stammt doch der Moscato aus der Gegend!

Ich jedenfalls ziehe Moscato dem Brunnenwasser vor. Ob er heilend ist weiss ich nicht. Lecker aber allemal.

Und ich kann es nicht oft genug betonen:

Sollte etwas süsses wie dieser Moscato bei einem Date ausgeschenkt werden, nicht vergessen: süssliche Leckerschlucke sollten immer mindestens so süss schmecken wie das Dessert dazu … aber niemals süsser als der Abschiedskuss!

A propos Dessert: Moscato zu Panettone... italianita pur

(ich mag das übrigens auch als Frühstück).

Diesen hab ich schon mal kalt gestellt ...

2013 Moscato d'Asti DOCG Palás Michele Chiarlo

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