Weggesperrt: Kindsmissbrauch: Regierung schreitet ein
Aktualisiert

WeggesperrtKindsmissbrauch: Regierung schreitet ein

Ein wegen Kindsmissbrauchs verurteilter Mann muss bis auf Weiteres in der geschlossenen Abteilung einer Klinik bleiben. Ein Haftrichter im Kanton Bern wollte den Mann entlassen, der Regierungsstatthalter verfügte daraufhin einen fürsorgerischen Freiheitsentzug.

Damit kommt der Mann vorderhand nicht frei, wie Regierungsstatthalter Christian Rubin am Montag eine entsprechende Meldung des «Blick» bestätigte.

Der 51-jährige Mann war im Januar von einem Gericht in Langnau zwar zu einer unbedingten Gefängnisstrafe verurteilt worden, gleichzeitig wurde aber auf eine sofortige Verhaftung verzichtet.

Erneute Missbrauchsvorwürfe

Anfang März wurden gegen den Mann erneut Missbrauchsvorwürfe aus dem familiären Umfeld erhoben. Die Behörden erteilten einen ersten fürsorgerischen Freiheitsentzug bis zur Einweisung in die Untersuchungshaft.

Am Freitag vor einer Woche entschied der zuständige Haftrichter, der Mann sei aus der Untersuchungshaft freizulassen. Der Kontakt zu seiner Familie wurde ihm verboten.

Regierungsstatthalter Christian Rubin war mit diesem Vorgehen nicht einverstanden. Der Mann gehöre nicht auf freien Fuss und müsse begutachtet werden. Darum erliess Rubin erneut einen fürsorgerischen Freiheitsentzug. Wie es weitergeht, werde voraussichtlich im Juni entschieden. (sda)

Deine Meinung