Aktualisiert 25.12.2007 18:56

Kindstötung in Horgen: Ratlosigkeit und Betroffenheit

Nach der schrecklichen Tat, bei der in der Nacht auf Montag siebenjährige Zwillinge ums Leben kamen, steht Horgen unter Schock.

Der Gemeindepräsident von Horgen, Walter Bosshard, sagte gegenüber «TeleZüri» es seien überhaupt keine Signale da gewesen, die auf irgendwelche Probleme in dieser Familie hingewiesen hätten. Mitschüler der Getöteten sind völlig ratlos und haben die Zwillinge immer als aufgestellte Spielkameraden erlebt.

Die Abklärungen von Polizei und Staatsanwaltschaft im Fall der getöteten Zwillinge in Horgen dauern an. Die Eltern, die in Verdacht stehen, ihre Kinder selbst umgebracht zu haben, befinden sich weiterhin in Haft. Zum Tathergang und zum Motiv könnten derzeit keine weiteren Angaben gemacht werden, erklärte Kantonspolizei-Sprecher Martin Sorg am Weihnachtstag auf Anfrage. Die Ermittler der Polizei und die Staatsanwaltschaft würden voraussichtlich erst nach den Feiertagen genauer über die Tat informieren.

Die Eltern der siebenjährigen Zwillinge hatten in der Nacht auf Montag die Polizei in ihre Wohnung in Horgen gerufen. Als diese zusammen mit der Sanität eintraf, war der Knabe bereits tot, seine Zwillingsschwester verstarb trotz Reanimationsversuchen kurz darauf.

Die Eltern wurden unter dem Verdacht, das Tötungsdelikt selbst begangen zu haben, verhaftet und der Staatsanwaltschaft zugeführt. Es handelt sich um Schweizer im Alter von 34 respektive 39 Jahren. Wie die beiden Kinder ums Leben kamen, gab die Polizei aus ermittlungstechnischen Gründen nicht bekannt. (sda)

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