Aktualisiert 06.02.2014 16:03

Digitaler Wächter

Kinect überwacht koreanische Grenze

Nicht nur für Gamer: Der X-Box-Bewegungssensor Kinect wird zwischen Nord- und Südkorea zu Überwachungszwecken eingesetzt – und schlägt Alarm, sobald jemand die Grenze übertritt.

von
tob

Der Bewegungs- und Spracherkennungssensor Kinect von Microsoft findet in vielerlei Hinsicht Verwendung: Das Gadget wird schon eingesetzt, um Fahrzeuge zu steuern, es dient als 3-D-Scanner oder hilft Forschern bei der Entwicklung von Robotern. Jetzt wurde bekannt, dass Kinect auch als elektronischer Grenzwächter genutzt wird.

Laut einem Bericht der Website Hankooki übernimmt Kinect Überwachungsaufgaben im Grenzgebiet zwischen Nord- und Südkorea. Dort existiert die sogenannten demilitarisierte Zone, die von beiden Seiten stark überwacht wird. Die entsprechende Software zur Kinect-Überwachung hat der südkoreanische Windows-Experte Jae Kwan Ko entwickelt.

Kinect schlägt Alarm

Das Überwachungssystem soll laut dem Bericht sogar in der Lage sein, zwischen Menschen und Tieren zu unterscheiden. Wird eine Person in der demilitarisierten Zone erkannt, alarmiert das System den nächsten Grenzposten. Jae Kwan Ko war laut seinen eigenen Angaben vom Verwendungszweck seiner Software überrascht: «Ich hätte nie gedacht, dass das Gaming-System Aufgaben für die nationale Verteidigung übernimmt», sagte er gegenüber Hankooki.com.

Angeblich kommt der Microsoft-Sensor bereits seit August 2013 im Grenzgebiet zum Einsatz. Publik wurde dies aber erst kürzlich. In Zukunft soll Kwan Kos System auch als Wärmebildkamera dienen und Herzfrequenzen erkennen. Dies deutet darauf hin, dass der Sensor von der Xbox 360 Version auf die Xbox One Version aktualisiert wird. Laut der Website VG24/7 soll Microsofts Next-Gen-Konsole noch in diesem Jahr in Südkorea auf den Markt kommen.

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