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King of Cool

Vor 25 Jahren - am 7. November 1980 - endete das Leben von Steve McQueen. Doch der Amerikaner, der vielen als der «coolste Schauspieler der 60er und 70er Jahre» galt, ist sehr lebendig in Erinnerung geblieben.

November 1980 endete das Leben von Steve McQueen, der nur 50 Jahre alt wurde. Eine schwere Krebserkrankung hatte den Helden von Filmen wie «Bullitt» und «The Getaway» dahingerafft. Doch der Amerikaner, der vielen als der «coolste Schauspieler der 60er und 70er Jahre» galt, ist sehr lebendig in Erinnerung geblieben. McQueen war keineswegs ein begnadeter Schauspieler Aber er war ein unverwechselbarer Typ auf der Leinwand, ein harter, unsentimentaler Draufgänger, den die Frauen begehrten und die Männer bewunderten.

«Es gibt 'ne Menge Sachen, die ich einfach nicht spielen kann, und deshalb muss ich mir Figuren und Situationen aussuchen, bei denen ich das Gefühl habe, dass sie zu mir passen.» Weil er seine Grenzen kannte und meist die für ihn geeigneten Rollen bekam, wurde McQueen einer der bestbezahlten und populärsten Hollywood-Stars seiner Zeit. Den internationalen Durchbruch schaffte der blonde Mann 1960 in dem Western «Die glorreichen Sieben» an der Seite von Stars wie Yul Brynner, Charles Bronson und Horst Buchholz.

In den folgenden Filmen profilierte sich McQueen höchst erfolgreich als skeptischer Antiheld, der in jeder Rolle dem Publikum glaubwürdig erschien, ob als Spieler, Edelganove oder als Polizist. Zur Schauspielerei war der vaterlos aufgewachsene Sohn einer in ärmlichen Verhältnissen lebenden Mutter auf Nebenwegen gekommen. Nach dem Miltärdienst bei der Marine kam der 20-Jährige nach New York, wo er sich in verschiedenen Jobs durchzuschlagen versuchte. Die Beziehung zu einer jungen Engländerin brachte ihn in Kontakt mit einer Schauspielschule, an der er sofort angenommen wurde. McQueen strahlte damals viel Energie aus, war ein fast unschlagbarer Poker-Spieler, begeisterter Fan von schnellen Motoren, - und er sammelte erste Bühnenerfahrungen.

Die Leidenschaft für schnelle Motoren

«Fürs Theater habe ich absolut nichts übrig», hat er allerdings bekannt, als er schon Filmruhm geerntet hatte. Erstmals vor der Kamera stand McQueen 1956 in dem Boxerdrama «Eine Hand voll Dreck» mit Paul Newman die Hauptrolle. In diesem Film war er nur eine Randfigur. Doch in der 1958 gestartete TV-Serie «Wanted - Dead or Alive» wurde der Schauspieler als Kopfgeldjäger den Amerikanern ein vertrautes Gesicht.

Damals war er schon mit seiner ersten Frau Neile Adams verheiratet. Aus dieser 1972 geschiedenen Ehe stammten eine bereits verstorbene Tochter und ein Sohn, der ebenfalls Schauspieler wurde. Vier Jahre war McQueen mit Ali MacGraw verheiratet, zuletzt noch mit dem viel jüngeren Modell Barbara Mitty.

Seine wahre Leidenschaft gehörte aber weniger den Frauen als der lebenslangen Rennbegeisterung. Ob auf dem Motorrad oder hinter dem Steuer: Steve McQueen suchte das Risiko und genoss dies, oft genug zur Verzweiflung seiner Produzenten. Aber diese konnten sich dafür darauf verlassen, dass ihr Star für seine Millionengagen stets bereit war, auch die gefährlichsten Stunts selbst zu wagen. Die Kinobesucher haben Steve McQueens Ehrlichkeit bei der Ausübung seines Berufs gespürt und ihn dafür gemocht. Viele tun es noch immer.

(dapd)

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