Aktualisiert 30.05.2006 21:38

Kino-Sequels mit Depp & Co: Im Doppelpack gehts billiger

Daniel Radcliffe (16) wächst aus der Rolle des Harry Potter hinaus – und Tom Cruise' Gage steigt mit jedem neuen Teil von «Mission: Impossible».

Daraus hat Hollywood gelernt. Man setzt vermehrt auf Back-to-Back-Produktionen.

Das Trauma bei den «Harry Potter»-Machern sitzt tief: Als sie 2001 mit dem 11-jährigen Daniel Radcliffe den ersten Teil des Romans verfilmten, vergassen sie, dass Radcliffe nicht immer ein Kind bleiben würde. Zurzeit ist er 16 – und passt immer weniger in die Rolle des Buben Harry Potter.

Daraus hat Hollywood gelernt: Nun setzt man vermehrt auf die so genannte Back-to-Back-Produktionsweise, bei der mehrere Teile einer Fortsetzungsreihe auf einmal abgedreht werden. Die Vorteile liegen auf der Hand: Teure Hollywood-Stars müssen nicht mehrmals gebucht werden, und auch die Filmsets lassen sich mehrfach nutzen.

Jüngstes Beispiel ist der Abenteuerfilm «Pirates of the Caribbean» mit Johnny Depp und Keira Knightley, bei dem Teil II und III auf einen Schlag realisiert wurden. Für Produzent Jerry Bruckheimer ist das Risiko zwar auch so gross, aber kalkulierbar, wie er gegenüber 20 Minuten meint: «Der erste Teil spielte weltweit rund 600 Millionen Dollar ein. So gesehen sind die Fortsetzungen eine sichere Bank. Aber ohne die Originalbesetzung wäre das Risiko natürlich viel grösser.»

Diesen Trick verwendet haben schon mehrere Regisseure: Pionier war Robert Zemeckis mit der Komödie «Back to the Future» 2&3. Aber auch «The Matrix» oder «The Lord of the Rings» profitierten von der Back-to-Back-Produktionsweise. «Pirates 2» startet hierzulande am 27. Juli 2006, «Pirates 3» am 24. Mai 2007. Im Kasten sind beide jetzt schon.

Mohan Mani

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