Kuriose Aufklärung: Kioskeinbrecher entpuppte sich als Asylbewerber
Aktualisiert

Kuriose AufklärungKioskeinbrecher entpuppte sich als Asylbewerber

Auf eher kuriose Art ist ein in Schaffhausen gesuchter Kiosk-Einbrecher gefasst worden: Er stellte im Tessin einen Asylantrag. Bei der Überprüfung der dort gemachten Angaben, stellte sich heraus, dass der Mann auf der Fahndungsliste stand.

Wie die Schaffhauser Polizei am Freitag mitteilte, wurde der etwa 29 Jahre alte Mann Ende Januar im Tessin festgenommen. Die Schaffhauser Polizei konnte ihm mehrere Kioskeinbrüche nachweisen, die er 2004 in Schaffhausen und Neuhausen am Rheinfall beging.

Die Beute betrug über 30 000 Franken, der Sachschaden fast 10 000 Franken. Der Mann, der aus Georgien stammen soll, will im November 2004 die Schweiz verlassen haben und erst jetzt wieder eingereist sein.

Sieben verschiedene Namen

Allerdings wurden seit 2004 seine Fingerabdrücke bei veschiedenen Polizeistellen registriert, wo sie unter sieben verschiedenen Namen und Geburtsdaten verzeichnet waren. Der russisch sprechende Mann wurde direkt nach der Vernehmung durch die Schaffhauser Untersuchungsrichterin verurteilt.

Die Strafe liege «im oberen Bereich der untersuchungsrichterlichen Kompetenz von 180 Tagessätzen», sagte Philipp Maier, Chef der Schaffhauser Kriminalpolizei. Die Kioskeinbrüche konnten ihm mittels DNA nachgewiesen werden. Er gestand trotz der Beweise nur einen Teil der Taten.

Das grösste Delikt will er zusammen mit einem Kumpan begangen haben, von dem er angeblich nur den Vornamen kennt. Hauptsächlich wurden Zigaretten, Telefonkarten und Lose erbeutet.

(sda)

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