Wegen Polizeistunde: Kirchberg springt ein - Freinacht für Schwingfans

Aktualisiert

Wegen PolizeistundeKirchberg springt ein - Freinacht für Schwingfans

Die Party am Eidgenössischen ist um
3 Uhr zu Ende. Freinächte gibt es trotzdem – im benachbarten Kirchberg.

von
cha/smü
René Born rüstet seine Bar für ein Jahrhundertfest aus.

René Born rüstet seine Bar für ein Jahrhundertfest aus.

Drinks und Bratwürste rund um die Uhr – die Burn-out-Bar will während des Eidgenössischen Schwingfests eine Jahrhundertparty schmeissen. «Man hört, dass die Burgdorfer neidisch auf unsere Freinächte sind», sagt Barbetreiber René Born. Denn die Gastgeberstadt des Eidgenössischen will den Schluckspechten den Zapfhahn um 3 Uhr zudrehen (20 Minuten berichtete). «Jetzt wissen die Schwingfans, wo sie nach Festschluss noch hinkönnen», sagt Born. Er rechnet pro Abend mit bis zu tausend Gästen in seiner Bar. Um alle bedienen zu können, spannt er mit einem Beizen-Nachbarn zusammen. Und auch andere Kirchberger Barbetreiber spielen mit dem Gedanken, Feste auszurichten.

Freinächte von Beginn weg gesetzt

Während die Stadt Burgdorf die Polizeistunde mit Bedenken um die Sicherheit der erwarteten 250 000 Besucher erklärt, hat man in Kirchberg diesbezüglich weniger Bedenken: «Das Eidgenössische ist eine einmalige Sache – die Freinächte waren von Anfang an vorgesehen», sagt der Kirchberger Gemeindeschreiber Hanspeter Keller. Und was die Sicherheit angeht, zeigt sich Barbetreiber Born gerüstet: Als Mitglied der Broncos mache er sich keine Sorgen. «Ausserdem sind Schwingfans anständige Leute.»

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