Aktualisiert 11.01.2010 21:52

«Islamistische Intoleranz»

Kirche in Algerien angezündet

Islamische Extremisten haben in Algerien eine protestantische Kirche angezündet. Die Angreifer hätten ausserdem mehrere Bibeln und Lehrbücher angesteckt und Kreuze entweiht.

Der Angriff, der sich am Wochenende in Tizi Ouzou rund 100 Kilometer östlich von Algier zutrug, zeige die «islamistische Intoleranz» in dem nordafrikanischen Land, die keinen Platz für christliche Religionsausübung lasse, sagte am Montag der Leiter der Algerischen Protestantischen Kirche, Mustapha Krim.

Die Kirche hat nach Krims Worten fünf Anzeigen wegen Brandstiftung und Plünderung erstattet. Die lokalen Behörden wollten mit dem Fall aber nichts zu tun haben, da sie keine Probleme mit den Islamisten haben wollten.

Krim stellte den Angriff in Tizi Ouzou in Zusammenhang mit einer zunehmenden religiösen Intoleranz in der muslimischen Welt und verwies auf das jüngste Blutbad während einer christlichen Weihnachtsmesse in Ägypten, bei dem sechs Kirchgänger getötet wurden, und angezündete Kirchen und Angriffe gegen Christen in Malaysia. (dapd)

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