Aktualisiert 21.03.2005 10:52

Kirgisien: Die Polizei flüchtet vor Opposition

Rund 2.000 Demonstranten stürmten drei Verwaltungsgebäude in der Stadt Osch im Süden der früheren Sowjetrepublik Krigisien und trieben etwa 100 Sicherheitskräfte in die Flucht.

Die Aktivisten waren mit Schlagstöcken und Brandsätzen bewaffnet. Ihrer Forderung nach einem Rücktritt von Präsident Askar Akajew gaben sie lautstark Ausdruck mit dem Ruf: «Akajew raus».

Bereits vergangene Woche hatten Oppositionsanhänger das Regierungsgebäude in Osch, der zweitgrössten Stadt Kirgisiens, gestürmt. Es wurde am Samstag von der Polizei geräumt. Die Proteste richten sich gegen den Verlauf der Parlamentswahl vom 27. Februar sowie der Stichwahl vom 13. März, die internationale Beobachter als nicht fair eingestuft haben. Am Samstag und Sonntag hatten mehrere tausend Menschen in drei Städten gegen Wahlbetrug protestiert. (dapd)

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