Die Kirschensaison in der Schweiz beginnt - 7 Fakten über die gesunde Frucht
Kirschen sollen nicht nur schlaffördernd sein, sondern auch Muskelkater oder Schmerzen lindern.

Kirschen sollen nicht nur schlaffördernd sein, sondern auch Muskelkater oder Schmerzen lindern.

Pexels/Polina Tankilevitch
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Kirschensaison in der SchweizKirschen lindern Muskelkater – und 6 weitere überraschende Fakten

Kirschen sind die Boten des Sommers: Im Frühsommer findet sich die Steinfrucht auf den Märkten, Bauernhöfen oder im Supermarkt. Zu Kirschen gibts nicht nur vielseitige Rezepte, sondern auch zahlreiche Fakten – die einen hilfreicher, die anderen weniger.

von
Sonja Siegenthaler

Die Erdbeer-Saison hat bereits begonnen, nun sind auch endlich die ersten Kirschen reif und bringen nach den kalten Monaten Abwechslung in den Speiseplan. Ob rot, gelb oder fast schwarz: Kirschen sind nährstoffreiche und gesunde Sommerfrüchte, die reich an Ballaststoffen, Vitamin C und Anthocyanen sind. Doch über die Steinfrucht gibts noch viel mehr zu wissen, als dass sie gesund und vielseitig zubereitbar sind: Sieben Fakten, die du bestimmt noch nicht kanntest.

Kirschen wachsen sehr schnell

Unter allen Baumfrüchten wachsen Kirschen am schnellsten: Zwischen dem Erblühen der Bäume und der Ernte liegen nur etwa 60 bis 75 Tage. Die Erntezeit für Schweizer Kirschen beginnt normalerweise im Juni, in guten Jahren etwas früher, und reicht bis Anfang August. Aufgrund der zahlreichen Frostnächte im April mussten sich die Kirschenliebhaberinnen und -liebhaber dieses Jahr etwas gedulden: Die Natur ist um rund zwei Wochen in Verzug, die Saison beginnt erst jetzt.

Was sind Sauerkirschen?

Kirschen lassen sich in die Unterarten Sauer- und Süsskirschen kategorisieren, die sich vor allem im Geschmack unterscheiden: Wie der Name vermuten lässt, enthält die Sauerkirsche mehr Fruchtsäure und verleiht Gekochtem und Gebackenem intensiveren Geschmack, die Süsskirsche eignet sich aufgrund ihres eher milderen Aromas zum rohen Verzehr.

Kirschen helfen beim Einschlafen

Sauerkirschen zeichnen sich als eine der wenigen Quellen für natürliches Melatonin aus, welches ausschlaggebend für die Regulation unseres Schlaf-Wach-Rhythmus ist. Anhand mehrerer kleiner Studien konnten Forschende nachweisen, dass der Melatonin-Spiegel durch die Einnahme von Sauerkirschsaft ansteigt und man folglich tiefer und länger schlafen kann.

Kirschen wird nachgesagt, dass sie beim Einschlafen helfen. 

Kirschen wird nachgesagt, dass sie beim Einschlafen helfen.

Pexels/Jill Burrow

Kirschen kosten bis zu 24’000 Franken

Die teuerste Kiste Kirschen wurde gemäss Guinness World Records für 35000 australische Dollar (rund 24000 Schweizer Franken) verkauft. Dieser Rekordpreis wurde im Jahr 2007 auf dem Sydney Markets in Australien erzielt, auf dem Geld für Hilfsorganisationen für Kinder gesammelt wurde.

Kirschen lindern Muskelkater

Der Verzehr von Sauerkirschsaft soll sich auch positiv auf die Kraft der Muskeln auswirken sowie deren Regeneration beschleunigen und dadurch Muskelkater lindern. Diese positiven Effekte konnten anhand diverser Studien belegt werden, die unter anderem mit Marathonläufern, Rad­fahrern und Teamsportlern durchgeführt wurden. Verantwortlich dafür sind die Antioxidantien und entzündungshemmenden Stoffe im Kirschsaft.

Kirschen wurden nach einer Stadt benannt

Kultivierte Kirschen waren ursprünglich in der Gegend rund um das Schwarze Meer angesiedelt. Die Römer brachten die Steinfrucht dann aus der Hafenstadt Kerasos – heute heisst sie Giresun und liegt in der Türkei – über die Alpen bis nach Rom und benannten sie Cerasum. Von dort aus verbreitete sich die Frucht auf der ganzen Welt. Die Bezeichnungen Cherry (englisch), Cerise (französisch) oder Cereza (spanisch) rühren allesamt vom lateinischen Begriff. Ab dem 15. Jahrhundert wurde im deutschsprachigen Gebiet von Kirsche gesprochen.

Gut Kirschen essen: Unsere Tipps

Lagerung

Kirschen werden im Kühlschrank gelagert, denn sie bleiben nur wenige Tage frisch und reifen nach der Ernte nicht nach. Entstielen und waschen sollte man sie erst kurz vor dem Verzehr, da sie sonst aufplatzen und schneller verderben. Damit die überschüssige Flüssigkeit aufgenommen werden kann, verpackt man Kirschen optimalerweise in einer Dose, die mit Küchenpapier ausgelegt wird.

Entsteinen

Das Fruchtfleisch lässt sich am einfachsten vom Stein entfernen, wenn die Früchte vorher einige Minuten im Gefrierfach lagen. So verlieren die Kirschen auch weniger Saft beim Entsteinen.

Einfrieren

Damit die süssen Früchte auch nach Saisonende genossen werden können, friert man sie ganz einfach ein. Dazu werden sie entstielt, gewaschen und mit Stein in der Tiefkühltruhe versorgt.

Kirschen wirken schmerzlindernd

Bereits der Verzehr von 20 Sauerkirschen soll gemäss einer Studie der Michigan State University so stark wirken wie ein bis zwei Tabletten Aspirin. Der Hauptautor der Studie, Muralee G. Nair, meint gar, dass die tägliche Einnahme von Kirschen Schmerzen in Zusammenhang mit Entzündungen, Arthritis und Gicht lindern könne. Für diesen Effekt verantwortlich sollen die in den Früchten enthaltenen Anthocyane sein, die den Kirschen die rote Farbe verleihen. Diese sollen aber nicht nur schmerzlindernd wirken, sondern auch einen antioxidativen Schutz bieten, der mit den Effekten von Vitamin C und E vergleichbar ist.

Piemont-Kirschen aus der Werbung gibt es nicht

Wer kennt sie nicht, diese verführerisch rote Verpackung mit der grossen, prallen Kirsche von Mon Chéri? Unter dem Produktnamen wird diese verheissungsvoll Piemont-Kirsche genannt. Doch dieser Name existiert unter den bekannten Kirschensorten gar nicht, sondern ist eine Marketing-Erfindung der Firma Ferrero, die 1946 in Alba im Piemont gegründet wurde.

Piemont-Kirschen wurden wohl nur aus Marketing-Gründen erfunden. 

Piemont-Kirschen wurden wohl nur aus Marketing-Gründen erfunden.

Mon Chéri

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