Aktualisiert 07.10.2014 18:11

Baselbieter WeinleseKirschessigfliege verärgert Rebbauern

Die Kirschessigfliege vermiest auch den Rebbauern der Region Basel die Weinlese. Obwohl die Ernte nicht gross ausfallen wird, darf man trotzdem mit guten Tropfen rechnen.

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Die Kirschessigfliege macht den Rebbauern der Region Basel zu schaffen.

Die Kirschessigfliege macht den Rebbauern der Region Basel zu schaffen.

Die Kirschessigfliege wurde aus Südostasien eingeschleppt und in der Schweiz erstmals 2011 nachgewiesen. «Dieses Jahr hat sie sich explosionsartig ausgebreitet, bedingt durch den milden Winter und den feucht-kühlen Sommer», so Lukas Kilcher, Leiter des Landwirtschaftlichen Zentrums Ebenrain (LZE) des Kantons Baselland mit.

Laut einer Medienorientierung von Kanton und Weinproduzenten in Maisprach am Dienstag dürfe man aber trotzdem einen guten Wein für dieses Jahr erwarten. Dank dem Einsatz der Rebbauer könne sich die Qualität des meisten Traubenguts sehen lassen.

Fliege traf Schweiz unvorbereitet

Auf eine solche Ausbreitung der Kirschessigfliege war die Schweiz nicht vorbereitet. Das Insekt hat in der Region Basel der Reihe nach Kirschen, Beeren, Zwetschgen, Trauben und sogar einige Gemüsearten befallen. Anders als die einheimische Essigfliege befällt sie auch gesunde reife Früchte.

Da die bisherigen Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung der Kirschessigfliege nicht ausreicht, müsse in die Forschung investiert werden, so Kilcher. Daher hat die LZE das Institut Agroscope des Bundes, das Forschungsinstitut für biologischen Landbau sowie Experten aus Deutschland zur Kooperation eingeladen.

Ernte wie in den zwei Vorjahren

Bei den Trauben mussten bisher einige vorzeitige Ernten mit entsprechend tiefem Zuckergehalt vorgenommen werden, sagte Andreas Buser, zuständig für Spezialkulturen im LZE. Auch seien wegen zuviel Essig einige Posten nicht mehr verwertbar gewesen. Trotzdem dürfe sich die Qulität des meisten Traubenguts dank dem Einsatz der Rebbauer sehen lassen.

Derzeit wurde die Hälfte bereits geerntet und betrage 315 Tonnen. Somit dürfte die Gesamternte ähnlich wie in den letzten zwei Jahren ausfallen. Es werde also keine grosse Ernte geben dieses Jahr, trotzdem könne man sich nicht beklagen. (da/sda)

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