110’000 Franken verteilt: Kisten voller echter Fünfzigernoten mitten in Luzern verschenkt
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110’000 Franken verteiltKisten voller echter Fünfzigernoten mitten in Luzern verschenkt

Der Luzerner Künstler hat über 100’000 Franken aus seinem Privatvermögen verschenkt. Er verteilte Fünfziger-Nötli vor dem KKL.

von
Martin Messmer
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Das ist eine von zehn Kisten randvoll mit echten Fünfzigernoten, die Künstler Wetz am Mittwoch auf dem Europaplatz vor dem KKL in Luzern verteilt hat.

Das ist eine von zehn Kisten randvoll mit echten Fünfzigernoten, die Künstler Wetz am Mittwoch auf dem Europaplatz vor dem KKL in Luzern verteilt hat.

Christian Hartmann
Total enthielten die zehn Kisten 2200 Fünfzigernoten, also 110’000 Franken.

Total enthielten die zehn Kisten 2200 Fünfzigernoten, also 110’000 Franken.

Christian Hartmann
Künstler Wetz hat das Geld an seine Mäzen verschenkt. Seine Aktion hiess «Schweizerischer Landespreis für Kulturförderung».

Künstler Wetz hat das Geld an seine Mäzen verschenkt. Seine Aktion hiess «Schweizerischer Landespreis für Kulturförderung».

Christian Hartmann

Darum gehts

  • Total 110’000 Franken hat der Luzerner Künstler Wetz am Mittwoch vor dem KKL verschenkt.

  • Das Geld ging an zehn Unternehmen, die sein Schaffen in den letzten Jahren finanziell unterstützen.

  • Mit der Aktion will der Künstler den Spiess für einmal umdrehen und seinen Mäzen Danke sagen.

Mit seinen Kunstwerken sorgt Wetz immer wieder für Irritation, Aufsehen und Staunen. Zum Beispiel liess er einmal in Uffikon LU einen grossen Tempel errichten, der aussah wie die Akropolis in Athen. Der Tempel war illegal, da ohne Baubewilligung und wurde später abgerissen. Oder Wetz verkaufte einmal Urin in Einmachgläsern in einer Filiale von Otto’s in Sursee, für 18.90 Franken. Und vor allem führt er seit zehn Jahren im ehemaligen Landessender in Beromünster das KKLB (Kunst und Kultur im Landessender Beromünster). Für sein Schaffen im KKLB wird er unter anderem von Firmen unterstützt. Und diese Unterstützung nutzte Wetz nun für sein aktuellstes Projekt: Er vergab am Mittwoch in Luzern vor dem KKL den «Schweizerischer Landespreis für Kulturförderung».

Grösste Kiste enthielt 50’000 Franken

Dort erhielten nicht Künstler Geld von staatlichen Stellen, Mäzen oder Stiftungen, wie es der Titel des Projektes vermuten liesse. Sondern Firmen erhielten Geld von Künstler Wetz. 110’000 Franken verteilte er an zehn Firmen, die in ihn unterstützen. Das Geld stammt nicht von Sponsoren, sondern von Wetz selber, schrieb die Luzerner Zeitung. Wetz holte dafür bei der Kantonalbank in Sursee 2200 Fünzigernötli ab und steckte diese in zehn Holzkisten, die er dann seinen Unterstützern überreichte. Die grösste Kiste als Hauptpreis bekam die Hoch- und Tiefbau H&T Sursee. Sie war gefüllt mit 1000 Fünfziger-Noten, total also 50’000 Franken.

Wetz sagte: «Es ist wunderbar, dass ich auch einmal etwas zurück geben darf.» Und natürlich gehe es ihm auch darum, seine Unterstützer weiter an sein KKLB zu binden. Viele der Ausgezeichneten werden das überreichte Geld in zukünftige KKLB-Projekte investieren, schrieb die LZ weiter.

Mit dieser Unterstützung wird Wetz weitere Kunstwerke schaffen. Eines seiner nächsten Projekte: Er baut eine U-Bahn-Station. In Beromünster LU.

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