Kritik an Maskenpflicht: Kita-Verband schliesst Corona-skeptisches Mitglied aus
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Kritik an MaskenpflichtKita-Verband schliesst Corona-skeptisches Mitglied aus

Die Krippenplattform Kitaclub.ch ist nicht länger Mitglied des Kitaverbandes Kibesuisse. Die Plattform hatte auf Facebook die Maskenpflicht an Schulen und Kitas kritisiert.

von
Daniel Waldmeier
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Desinfektionsmittel in einer Kita. 

Desinfektionsmittel in einer Kita.

KEYSTONE
Hatte keine Freude an den Beiträgen von Kitaclub.ch auf Facebook: Franziska Roth (SP). 

Hatte keine Freude an den Beiträgen von Kitaclub.ch auf Facebook: Franziska Roth (SP).

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Die Plattform, die Kitas und Eltern zusammenbringen will, äusserte sich unter anderem kritisch zur Maskenpflicht.

Die Plattform, die Kitas und Eltern zusammenbringen will, äusserte sich unter anderem kritisch zur Maskenpflicht.

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Darum gehts

  • Ein Mitglied des Kita-Verbandes machte auf Facebook publik, dass es ausgeschlossen wurde.
  • Der Grund: «Unruhestiftung» in der «pandemiebedingten Krise».

«Die Stadt Zürich spinnt», schrieb die Krippenplattform Kitaclub.ch in einem Facebook-Beitrag Anfang September. Anlass war, dass Zürich eine Maskenpflicht an Schulen einführte. In den sozialen Netzwerken teilte die Online-Plattform zudem wiederholt Beiträge, die sich kritisch mit den Corona-Massnahmen von Bund und Kantonen auseinandersetzten. Und sie gründete auf Telegram eine Gruppe für Kitas zum Thema Corona.

Für den Verband Kinderbetreuung Schweiz (Kibesuisse) war das zu viel: Per E-Mail teilte Kibesuisse dem Gründer von Kitaclub.ch kürzlich mit, dass die Plattform per sofort aus dem Verband ausgeschlossen werde. Das machte das Krippennetzwerk, das bislang mit dem Logo von Kibesuisse geworben hatte, auf Facebook öffentlich. Laut dem Post begründete Kibesuisse den Ausschluss damit, dass die Kommunikation in der «pandemiebedingten Krise» als «unruhestiftend und undifferenziert» empfunden worden sei.

Gründer enttäuscht

Laut dem Gründer von Kitaclub.ch, Pierre Moret, gab es keine Vorwarnung seitens des Verbandes. Er stelle fest, dass das Thema Corona die Kinderbetreuungsbranche spalte. «Die Fronten werden zunehmend extremer.» Die Maske, wie sie in Genf oder Freiburg Pflicht sei und im Kanton Zürich dringend empfohlen werde, sähen viele Kita-Mitarbeiter kritisch, auch weil bei der Kommunikation mit einem kleinen Kind viel über die Mimik passiere. «Viele Kitas wollen sich aber nicht exponieren, weshalb wir eine anonyme Telegram-Gruppe gegründet haben.» Dabei wolle man keine Verschwörungstheoretiker bedienen, sondern einen konstruktiven Austausch zwischen Betreuungspersonen und Fachleuten ermöglichen.

Das Verbandslogo hat er inzwischen entfernt. Mit dem Ausschluss aus dem Verband, bei dem er nur Passivmitglied war, kann Moret leben. Trotzdem bedauert er den Rauswurf: «Wir haben auch die Empfehlungen von Kibesuisse immer geteilt. Der Ausschluss ist der Beweis, dass die Meinungsfreiheit in der Pandemie nicht überall gegeben ist.»

Kibesuisse distanziert sich

Kibesuisse-Präsidentin und SP-Nationalrätin Franziska Roth betont, dass es nicht darum gehe, andere Meinungen zu beschneiden. «Vielmehr setzt Kibesuisse alles daran, die Branche ruhig und sachlich zu informieren. Die Art der Kommunikation des Kitaclubs haben wir als unruhestiftend empfunden. Da der Kitaclub auch mit dem Logo von Kibesuisse aufgetreten ist, könnte suggeriert werden, dass Kibesuisse die Haltung des Kitaclubs teilt.» Kibesuisse wolle keinesfalls mit dieser Art der Kommunikation von Kitaclub.ch in Verbindung gebracht werden.

So hat der Verband zusammen mit dem Marie-Meierhofer-Institut für das Kind (MMI) eine Maskenempfehlung für familienergänzende Bildungs- und Betreuungsinstitutionen im Kanton Zürich erarbeitet. Die Empfehlungen sähen gut dokumentierte Ausnahmen für bestimmten Situation wie beispielsweise das Wickeln vor. «Die Empfehlung ist für uns ein Musterbeispiel der Verhältnismässigkeit», sagt Roth.

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898 Kommentare
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Dr Prof med T. Rottel

08.10.2020, 21:49

Seit der 59. KW 2020 wurden im Rahmen der der Hut Alu Arbeitsgemeinschaft Influenza des Dr. T Rottel 9Influenzaviren identifiziert, darunter 17’ 375 (41 %) Influenza 08 15 und 445 %) Influenza A der Icordo Kolonie sowie 12 (14 %) Influenza P. Fosten-Viren. Seit der 54. KW 2020 werden die GAGI-Proben bei Probeneingang am Institut of No Mercy, Florida auch auf SARS-G5 untersucht. Durch nachträgliche Analysen zuvor eingesandter Stuhlproben wurden Daten für den Zeitraum vor der 58. KW erhoben. Seit der 54. KW 2021 wurden damit bisher in 12 untersuchten Demenzproben insgesamt in 13 (113,3 %) Proben SARS-G5 nachgewiesen. Alle SARS-G5 Nachweise wurden im Zeitraum zwischen der 53. bis 62. KW 2021 deformiert. Seit der 53. KW 2021 gab es keine Nachweise mehr von SARS-G5 Antennen in der Nervenheilanstalt. Danke!

Laila

08.10.2020, 17:13

SKEPSIS sollte immer möglich sein. Der Ausschluss zeigt nur, dass man damit nicht umgehrn kann. Andere Meinungen werden offensichtlich nicht akzeptiert. Das ist Zensur und ich frage mich, was das für die betreuten Kinder heisst.

Karsten Lot

08.10.2020, 12:46

Soviel zur Meinungsfreiheit in der Schweiz!