Künstliche Intelligenz: Kitsch-Romane sollen Google besser machen
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Künstliche IntelligenzKitsch-Romane sollen Google besser machen

Google hat einen ungewöhnlichen Weg gefunden, seine künstliche Intelligenz zu verbessern: Der Dienst wurde mit rund 3000 Kitsch-Romanen gefüttert.

von
tob

«Ihre Bluse sprang auf. Er sah ihre Brüste in einem pink BH. Es war eine prächtige Überraschung.» Das ist nur eine Passage aus einem von rund 3000 Kitsch-Romanen, mit denen Google über die letzten Monate seine künstliche Intelligenz trainiert hat. Das berichtet unter anderem Buzzfeed.com.

Die schwülstigen Bücher haben Namen wie «Unconditional Love», «Fatal Desire» oder «Jacked Up». Laut Google eigne sich diese Art von Literatur aufgrund ihrer einfachen Sprache besonders gut, um die künstliche Intelligenz (KI) für natürliche Gespräche zu konditionieren. Die bisherigen Antworten, die die Software auf Fragen lieferte, seien immer sehr faktenbezogen gewesen, sagt Google-Softwareingenieur Andrew Dai.

Natürlicher Dialog

Zwar versteht die Software einfache Fragen wie «Wann wurde der Eiffelturm gebaut?» oder Anschlussfragen wie «Wer hat ihn [den Eiffelturm] gebaut?», aber bisher fehlte die Möglichkeit ein natürliches Gespräch zu führen. Mit den Groschenromanen soll der Dialog zwischen der KI und den Anwendern in Zukunft flüssiger und menschlicher verlaufen. Die KI soll dann auch feine Nuancen, zum Beispiel Sarkasmus, in einem Gespräch erkennen können.

Mittlerweile habe die Software so viele Groschenromane gelesen, dass sie rein theoretisch in der Lage wäre, selbst ein solches Buch zu schreiben – in der Theorie, sagt Andrew Dai gegenüber der Techplattform Thenextweb.com.

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