Aktualisiert

Phil RuddKlage gegen AC/DC-Drummer zurückgezogen

Die Klage gegen AC/DC-Star Phil Rudd wird zurückgezogen. Es mangelt an Beweisen für seine Schuld. Doch nicht alle Vorwürfe werden fallen gelassen.

Drummer Phil Rudd zeigt sich kurz am Fenster. Die Anklage wegen Anstiftung zum Mord ist weg. Doch die Vorwürfe wegen Drogengeschichten und Drohungen bleiben bestehen.

Drummer Phil Rudd zeigt sich kurz am Fenster. Die Anklage wegen Anstiftung zum Mord ist weg. Doch die Vorwürfe wegen Drogengeschichten und Drohungen bleiben bestehen.

Die Anklage gegen AC/DC-Schlagzeuger Phil Rudd wegen des angeblichen versuchten Anheuerns eines Auftragsmörders ist von der Staatsanwaltschaft fallen gelassen worden. Grund für den Rückzug der Strafverfolgung sei ein Mangel an Beweisen, erklärte der zuständige Staatsanwalt Greg Hollister-Jones am Freitag in der neuseeländischen Stadt Tauranga. Weitere Anschuldigungen wurden dagegen nicht aufgehoben.

«Die Akte wurde heute eingeholt und geprüft», teilte Hollister-Jones mit. Er habe daraufhin die Entscheidung gefällt, dass es nicht genügend Beweise gegen den gebürtigen Australier gebe, um der Anschuldigung wegen versuchten Anwerbens eines Auftragskillers weiterhin nachzugehen.

«Schaden ist unermesslich»

Rudds Anwalt Paul Mabey erklärte, die Entscheidung, Rudd zu beschuldigen, sei von der Polizei ohne Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft gefällt worden. Die Anschuldigungen hätten so niemals ausgesprochen werden dürfen und schadeten seinem Mandanten. Rudd habe als Ergebnis einer weitverbreiteten und sensationsgierigen Berichterstattung ohne Grundlage unnötige und extrem schädliche Medienöffentlichkeit über sich ergehen lassen müssen, erklärte der Verteidiger. «Der Schaden für Herrn Rudd ist unermesslich.»

Der Drummer war verdächtigt worden, bei einem Auftragskiller zwei Morde bestellt zu haben. Zudem soll er Morddrohungen ausgesprochen und Marihuana und Methamphetamine besessen haben. Die Vorwürfe wegen der Drogen und Drohungen bleiben weiterhin bestehen. Für die Morddrohungen könnte er bis zu sieben Jahre ins Gefängnis kommen.

Keinen Einfluss auf Tour und Album-Release

Der 60 Jahre alte Hardrocker war wegen der Anklage am Donnerstag in seiner Wahlheimat Neuseeland vor Gericht erschienen, kam aber gegen Kaution frei. Die Rockband kommentierte die Vorwürfe nicht und erklärte nur, Rudds Abwesenheit habe keinen Einfluss auf die geplante AC/DC-Tour im kommenden Jahr und die Veröffentlichung des neuen Albums «Rock or Bust» im Dezember.

Rudd schloss sich biografischen Angaben zufolge der Hardrockband erstmals 1974 und damit ein Jahr nach ihrer Gründung an. In den 80er-Jahren verliess er die Gruppe, kehrte jedoch in den 90ern zurück. (sda)

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