Heimspiel FC Luzern Siegloser FCL vergibt in Schlussminuten drei Hochkaräter

Weiterhin will es beim FC Luzern nicht klappen mit dem Gewinnen. Gegen St.Gallen resultiert am Schluss ein unterhaltsames 2:2. In den Schlussminuten rettet Zigi dreimal gegen Luzerner Torschüsse.

Luzern
2 : 2
St. Gallen
1 / 5
Die verhänignisvolle Szene in der 20. Minute: Görtler im Zweimampf mit Ndenge. Danach spuckt der St.Galler abseits des Platzes auf den Rasen.

Die verhänignisvolle Szene in der 20. Minute: Görtler im Zweimampf mit Ndenge. Danach spuckt der St.Galler abseits des Platzes auf den Rasen.

Marc Schumacher/freshfocus
Keine Unsportlichkeit: Schiri San schaut sich die Szene lange am Monitor an und beurteilt die Aktion schliesslich als "nicht unsportlich".

Keine Unsportlichkeit: Schiri San schaut sich die Szene lange am Monitor an und beurteilt die Aktion schliesslich als "nicht unsportlich".

Marc Schumacher/freshfocus
Der starke Aufschwung macht sich bezahlt: Sorgic bejubelt seinen ersten Treffer nach seiner Rückkehr zum FCL.

Der starke Aufschwung macht sich bezahlt: Sorgic bejubelt seinen ersten Treffer nach seiner Rückkehr zum FCL.

Marc Schumacher/freshfocus

Vierter Anlauf und erneut hat es nicht geklappt mit einem Dreier für den FC Luzern. Obwohl FCL-Torschütze Sorgic nach dem Spiel meinte, ein Sieg wäre verdient gewesen, braucht es grundsätzlich zwei ordentliche Halbzeiten. Diese lieferte der FCL nicht. Eine kontroverse Szene ereignete sich in Minute 20.

Enttäuschende erste Hälfte des FCL

Den ersten Durchgang gewann der FC St.Gallen verdient mit 0:1 durch ein sehr frühes Tor des Spaniers Victor Ruiz (5.). Bereits zum dritten Mal in dieser Spielzeit kassierte der FC Luzern ein Gegentor in der Startviertelstunde. Im weiteren Verlauf erarbeitete sich der Gast aus der Ostschweiz weitere nennenswerte Chancen wie jene von Duah oder Fazliji.

Das Heimteam wird nur einmal richtig gefährlich und zwar in der zweiten Minute durch den kurz später ausgewechselten Schürpf (angeschlagen). Was die Partie dann wohl für eine Richtung genommen hätte? Auch die Neuzugänge, wie der frühere Barça-Junior Carbonell, Tasar oder Sorgic, vermochten noch keine Akzente zu setzen.

Verwandelter FC Luzern in Durchgang zwei

In Halbzeit zwei sahen die Zuschauer einen völlig anderen, entfesselten und spielfreudigen FC Luzern. Früh belohnte Rückkehrer Sorgic diese Offensiv-Bemühungen nach einem Pfosten-Abpraller (51.). Nach der erneuten Führung durch Quintilla, bei der Ugrinic und Müller nicht optimal aussahen (59.), erzielte jener Ugrinic nach herrlicher Sidler-Vorlage den vielumjubelten Ausgleich (66.).

Bis zum Schluss bliebt das Spiel offen und beiden Mannschaften war der Sieg noch zuzutrauen. Dem FCL einerseits aufgrund der Torchancen und dem FC St.Gallen aufgrund der Unberechenbarkeit. Kurz vor dem Ende parierte dann Lawrence Zigi drei hochkarätige FCL-Chancen innert weniger Sekunden (90.).

Diskussionen um Görtler

In der 20. Minute kam es nach einem Zweikampf der zwei Deutschen Ndenge und Görtler zu einer kontroversen Szene. Abseits des Spielfeldes spuckte der St.Galler Görtler auf den Rasen und dabei vermeintlich in Richtung des FCL-Spielers. Man erinnert sich an die Szene um den Schalker Ozan Kabak. Nach längerem VAR-Studium entscheidet sich Schiedsrichter San, keine Karte zu zücken. Ob es noch eine Sperre geben wird? Görtler hat sich sofort nach der Aktion mehrmals entschuldigt und auch nach dem Spiel gesagt, dass es absolut keine Absicht gewesen sei.

Telegramm, Resultate und Tabelle

Luzern – St. Gallen 2:2 (0:1)

1569 Zuschauer. – SR San. – Tore: 5. Ruiz (Kräuchi) 0:1. 51. Sorgic (Schaub) 1:1. 59. Quintilla 1:2. 66. Ugrinic (Sidler) 2:2.

Luzern: Müller; Schulz, Lucas, Knezevic, Sidler; Carbonell, Ndenge; Tasar, Schaub (81. Alabi), Schürpf (19. Ugrinic); Sorgic (74. Ndiaye)

St. Gallen: Zigi; Kräuchi, Stergiou, Fazliji, Muheim; Quintilla; Görtler, Ruiz (80. Staubli); Stillhart (88. Rüfli); Guillemenot (69. Ribeiro), Duah (69. Babic).

Bemerkungen: Luzern ohne Schwegler, Grether, Binous, Burch (alle verletzt) und Frydek (Quarantäne). Schürpf verletzt ausgeschieden. St. Gallen ohne Kamberi, Lüchinger, Alves und Gonzalez (alle verletzt). Verwarnungen: 27. Ndenge (Foul), 45. Tasar (Unsportlichkeit), 61. Quintilla (Foul), 79. Kräuchi (Foul).

Resultate. Samstag: Servette - Young Boys 0:0. Vaduz - Lugano 1:1 (1:0). - Sonntag: Luzern - St. Gallen 2:2 (0:1). Sion - Lausanne-Sport 0:0. Zürich - Basel 16.00 (verschoben).

Rangliste: 1. St. Gallen 4/10 (5:2). 2. Lausanne-Sport 4/8 (8:3). 3. Young Boys 4/8 (3:1). 4. Lugano 4/6 (7:6). 5. Basel 3/4 (5:5). 6. Servette 4/4 (2:3). 7. Sion 4/3 (2:3). 8. Luzern 4/2 (7:9). 9. Vaduz 4/2 (3:5). 10. Zürich 3/1 (3:8).

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Schlusspfiff in der swissporarena! 2:2 zwischen Luzern und St.Gallen.

91'

Görtler verzieht

Lukas Görtler verzieht seinen Schuss aus mehreren Metern. War es das? Noch gut zwei Minuten.

90'

Zigi Weltklasse

Meine Güte, was war denn das?! Die Luzerner haben gleich dreimal (!) die Gelegenheit, den Siegtreffer zu buchen, scheitern aber jedes Mal an Lawrence Zigi. Absoluter Wahnsinn.

88'

Wechsel bei St.Gallen: Verteidiger Rüfli ersetzt Mittelfeldmann Stillhart.

87'

Teams bleiben vorsichtig

Die beiden Mannschaften, man merkt es, wollen auf keinen Fall verlieren. Ansatt mit Risiko den Siegtreffer zwingend zu suchen, lässt man lieber Vorsicht walten. Gute Chancen gab es zuletzt nicht mehr zu sehen.

84'

Freistoss St.Gallen

Ballkünstler Quintilla zirkelt einen aussichtsreichen Freistoss, von der Mauer abgefälscht, am Torkasten vorbei.

81'

Wechsel beim FCL: Neuzugang Alabi ersetzt Schaub. 20-jähriger Ghanaer, der zuletzt bei Ashdod in Israel spielte - dem selben Verein wie einst Blessing Eleke.

80'

Wechsel bei St.Gallen: Staubli ersetzt Ruiz.

79'

Gelb für St.Gallens Kräuchi.

76'

Spielgeschehen völlig offen

Das Spiel gestaltet sich nun absolut offen und steht, wie man so schön sagt, auf Messers Schneide. Beiden Teams ist der Sieg hier noch zuzutrauen. Das Heimteam ist offensiv zwar gefährlicher, aber die Gäste bleiben unberechenbar.

74'

Wechsel beim FCL: Torschütze Sorgic geht und Wirbelwind Ndiaye ersetzt ihn.

72'

Zuschauerzahl

Gerundet 3200 Zuschauer haben den Weg heute ins Stadion gefunden.

69'

Doppelwechsel bei St.Gallen: Ribeiro und der wiedergenesene Babic kommen für Duah und Guillemenot. Wechsel der Doppelspitze.

66'

2 : 2

Toooor für den FC Luzern!

Einiges los in der Offensive im zweiten Durchgang, vor allem wegen dem FCL. Sidler chippt den Ball in den Strafraum, wo Ugrinic per Flugkopfball verwertet.

62'

Tasar nochmals identisch

Erneut ist es der junge Flügelspieler und dieses Mal muss Zigi eingreifen, klasse Aktion von beiden.

61'

Chance Tasar

Der nahe an der Schweizer Grenze geborene Deutsche Tasar versucht es aus spitzem Winkel und schiesst knapp vorbei. Das Abspiel wäre hier wohl besser gewesen.

61'

Quintilla mit der gelben Karte.

59'

1 : 2

Tooor für den FC St.Gallen!

Das ist die Qualität eines Jordi Quintilla einerseits und da sind Fehler in der FCL-Abwehr andererseits. Der spanische Mittelfeldmann luchst Ugrinic den Ball ab und erzielt aus rund 18 Metern das 1:2. Solche Bälle hat FCL-Goalie Müller schon gehalten.

55'

Zigi pariert

Filip Ugrinic, ebenfalls ein Rückkehrer nach seiner Leihe, zwingt Lawrence Zigi zu einer Parade. Ein völlig anderer FCL auf dem Platz.

55'

FCL mit starker zweiter Hälfte

Wie von der Tarantel gestochen legten die Luzerner zur zweiten Halbzeit los und wurden früh belohnt. Sorgic mit seinem ersten Treffer seit seiner Rückkehr zu seinen Wurzeln, erstes Gegentor für St.Gallen.

10 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

Hänsu

19.10.2020, 12:15

Die St Galler Verteidigung ein Hühnerhaufen

Viererkette

18.10.2020, 18:06

Bester Man auf dem Platz war klar der Schiri sensationelle Leistung! Zigi mausert sich so langsam aber sicher zum besten Goali der SL. Kaum zu glauben das der FCSG nach den starken offensiv Abgängen wieder von der Tabellenspitze grüsst.

Pedro

18.10.2020, 17:38

Wann endlich wechselt Zeidler den neuen Spieler Jose Maria Munoz Frias ein ?