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Passivrauchen«Klares Zeichen gegen Bevormundung»

Für Peter Spuhler, Präsident der IG Freiheit und SVP-­Nationalrat, ist die Abschmetterung der Initiative «Schutz vor Passivrauchen» ein Sieg der Eigenverantwortung.

von
D. Waldmeier
Peter Spuhler glaubt, dass eine Verschärfung des Rauchverbots vorerst vom Tisch ist.

Peter Spuhler glaubt, dass eine Verschärfung des Rauchverbots vorerst vom Tisch ist.

Herr Peter Spuhler*, rauchen Sie?

Ich rauche gelegentlich eine Zigarre – wegen des Rauchverbots leider oft zu Hause.

Als Präsident der IG Freiheit dürften Sie sich über das

Nein zur Antiraucherinitiative freuen ...

Natürlich. Die Bevölkerung hat jetzt ein klares Zeichen gegen eine weitere Bevormundung und überbordende Regulierung gesetzt. Das bestehende schweizweite Rauchverbot wurde ja erst vor zwei Jahren eingeführt. Dass die Lungenliga nun die persönliche Freiheit mit extremen ­Forderungen noch weiter einschränken wollte, wurde im Volk als Zwängerei empfunden.

Freiheit vor Gesundheit: Hat das Volk generell die Nase voll von immer mehr Gesetzen und Verboten?

Das Schweizer Stimmvolk hat schon oft bewiesen, dass es totalen Verboten negativ gesinnt ist. Man setzt lieber auf die Eigenverantwortung als auf den Staat.

Die Verlierer monieren, die Gesundheitsdebatte sei unzureichend geführt worden.

Das glaube ich nicht. Man sollte einfach einen Punkt machen, zumal es kantonal strengere Gesetze gibt. Wäre man bei allen Emissionen so streng wie die Lungenliga, müsste man auch das Autofahren und die Industrie verbieten, wenn Feinstaub und CO2 ausgestossen wird.

Die SP befürchtet, dass nun die schärferen kantonalen Regelungen unter Druck kommen. Glauben Sie daran?

Das Thema dürfte ­vorerst vom Tisch sein. Ich finde aber immer noch, dass es jedem Beizer überlassen werden sollte, ob man bei ihm rauchen darf oder nicht. Militante Nichtraucher könnten ja in Nichtraucher­lokale gehen.

*Peter Spuhler ist Präsident der IG Freiheit und SVP-­Nationalrat.

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