CH-Gigolo: Klatten erneut erpresst
Aktualisiert

CH-GigoloKlatten erneut erpresst

Die BMW-Grossaktionärin Susanne Klatten ist erneut erpresst worden und hat sich sofort dagegen zur Wehr gesetzt. Klatten war schon vom Schweizer Gigolo Helg Sgarbi verführt und danach erpresst worden.

Die Münchner Staatsanwaltschaft bestätigte einen Bericht der Münchner «Abendzeitung» (Freitag), wonach drei Männer unter Tatverdacht verhaftet wurden.

Die mutmasslichen Erpresser hätten für angebliche Videos von Treffen der Münchner Milliardärin mit dem Schweizer Gigolo Helg Sgarbi 800'000 Euro verlangt und einen schweren BMW, der zugleich als Übergabefahrzeug hätte dienen sollen. Die Verdächtigen würden in den kommenden Tagen nach München in Untersuchungshaft gebracht.

Bereits im März hatte ein - ebenfalls gefasster - Trittbrettfahrer 75'000 Euro von Klatten haben wollen. Im neuen Fall kontaktierten drei Duisburger laut dem Bericht der «Abendzeitung» die Milliardärin. Klatten wandte sich sofort an die Polizei, erweckte aber den Erpressern gegenüber den Eindruck, sie wolle «mitspielen».

Mit Zeitungsanzeigen soll sie laut «Abendzeitung» ihre Bereitschaft bekundet haben, für die angeblichen Sex-Videos bezahlen zu wollen. Dazu gab sie eine Handynummer an. Mit Hilfe dieses Telefonkontakts kamen die Ermittler den Tätern auf die Spur, so die «Abendzeitung».

Der Erpresser Helg Sgarbi war im März in München wegen Erpressung der Quandt-Erbin zu sechs Jahren Haft verurteilt worden, die er derzeit absitzt.

(sda)

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