Geheimdienstaktion: Klau von Bankdaten zieht weitere Kreise
Aktualisiert

GeheimdienstaktionKlau von Bankdaten zieht weitere Kreise

Drei grosse Unternehmen in Frankreich sind wegen Verdachts auf Steuerhinterziehung in Liechtenstein ins Visier der Pariser Justiz geraten.

Dies bestätigte der französische Haushaltsminister Eric Woerth am Dienstag. Nach einem Bericht der Zeitung «Le Parisien» handelt es sich um Adidas in Frankreich, Michelin und Elf. Die Staatsanwaltschaft werde in Kürze Vorermittlungen gegen die drei Unternehmen aufnehmen. Der Reifenhersteller Michelin dementierte den Bericht. Man habe kein Konto in Liechtenstein, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur AP. Von Adidas und Elf lag zunächst keine Stellungnahme vor.

Die anstehenden Ermittlungen gehen zurück auf die Daten-CD, die der deutsche Geheimdienst (Bundesnachrichtendienst) von einem ehemaligen Mitarbeiter einer Liechtensteiner Bank gekauft hatte. Auf der CD-Rom waren die Namen von 1400 mutmasslichen Steuerbetrügern. (dapd)

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