Ladenschluss: Kleine Geschäfte fürchten um ihre Existenz
Aktualisiert

LadenschlussKleine Geschäfte fürchten um ihre Existenz

Im Juni stimmen die Luzerner über längere Ladenöffnungszeiten ab. Die Folgen für kleine Geschäfte sind umstritten.

von
Fabian Lindegger
Das strenge Luzerner Ladenöffnungsgesetz soll gelockert werden.

Das strenge Luzerner Ladenöffnungsgesetz soll gelockert werden.

Gegen den Beschluss des Luzerner Kantonsrates, die Ladenöffnungszeiten zu verlängern, hat ein überparteiliches Komitee das Referendum ergriffen. Am 17. Juni entscheiden die Stimmbürger nun darüber, ob am Samstag neu bis 17 Uhr statt nur bis um 16 Uhr und vor Feiertagen bis 18.30 Uhr eingekauft werden kann.

«Längere Öffnungszeiten nützen vor allem Grossverteilern, kleine Geschäfte werden hingegen geschwächt, da höhere Kosten anfallen», sagt Heinz Bossert, Präsident des Detaillistenverbandes Kanton Luzern, der dem Komitee gegen längere Ladenöffnungszeiten angehört. «Grossverteiler haben einen Wettbewerbsvorteil, da es für sie einfacher ist, länger geöffnet zu haben», stimmt Adrian Imlig, Präsident des Innerschwyzer Detaillistenvereins, zu. Obwohl im Kanton Schwyz die Ladenöffnungszeiten liberalisiert sind, schliessen viele Geschäfte um 18.30 Uhr, während Einkaufszentren bis 20 Uhr geöffnet bleiben. Anders sieht man es in Nidwalden, wo es ebenfalls keine geregelten Ladenöffnungszeiten gibt: «Das Einkaufsverhalten hat sich verändert, daran müssen sich die Geschäfte anpassen. Das ist eine Chance, die es zu nutzen gilt», meint Ruedi Schoch vom Verein Stanser Ladenbesitzer.

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