Kleine Quallen im Genfersee entdeckt
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Kleine Quallen im Genfersee entdeckt

Mit den hohen Wassertemperaturen haben im Genfersee kleine Quallen Einzug gehalten. In einem Hafen bei Noville (VD) wurden drei Exemplare aus dem Wasser gefischt, wie Hafenwächter Robert Dänzer am Freitag zu einem Bericht der Tageszeitung «24 Heures» bestätigte.

Als ihm von den Quallen im Hafen erzählt worden sei, habe er dies vorerst nicht glauben wollen, berichtete Dänzer. Erst am vergangenen Sonntag sei es schliesslich gelungen, drei Quallen zu fangen. Die Quallenart ist kaum grösser als ein Zwei-Franken-Stück und trägt die wissenschaftliche Bezeichnung «Craspedusta sowerbyi». Ursprünglich im Amazonasgebiet beheimatet, lebt sie als Larve und entwickelt sich erst ab Temperaturen von 26 Grad. Bisher wurden im Genfersee erst einmal im Jahr 1962 Quallen dieser Art beobachtet. Im vergangenen Hitzesommer hatten hunderte dieser Tiere die seichten Gewässer der Mündung des Sicel-Kanals in den Neuenburgersee bevölkert. Zwei Mal wurden zudem Quallen im Doubs gefunden. Eine Gefahr stellen die Quallen nicht dar. Ihre kleinen Widerhacken an den Tentakeln seien zu schwach, um in die Haut einzudringen, erklärte Olivier Glaizot, Konservator am Museum für Zoologie in Lausanne. Bei wiederholtem Kontakt könne allerdings eine kleine Rötung auftreten. (dapd)

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