Aktualisiert 07.01.2008 11:56

Kleine Scheidegg: Unglückslift läuft in drei Wochen wieder

Die technische Untersuchung der Fallboden- Sesselbahn an der Kleinen Scheidegg BE ist nach dem tödlichen Unglück abgeschlossen. Die Behörden gehen weiter davon aus, dass der Wind das Unglück verursacht hat.

Hinweise auf einen technischen Defekt seien auch bei der Untersuchung der Rollenbatterie nicht aufgetaucht, sagte am Montag auf Anfrage Joseph Zeder, Untersuchungsleiter der Unfalluntersuchungsstelle Bahnen und Schiffe des Bundes (UUS).

Die Untersuchung der Rollenbatterie sollte unter anderem aufzeigen, warum das Seil nicht nur von der Rolle, sondern danach auch vom Seilfänger fiel. Auf Grund der Untersuchung gehe man weiter vom Wind als Ursache aus, sagte Zeder.

Die technische Seite der Unfalluntersuchung sei zwar weitgehend abgeschlossen, definitive Aussagen zur Unfallursache seien jedoch noch nicht möglich. Nun gehe es unter anderem darum, die technische Untersuchung mit den Zeugenaussagen zu einem Gesamtbild zusammenzufügen.

Die UUS hat die Sesselbahn inzwischen für die Reparaturarbeiten der Betreiberin freigegeben.

Wiedereröffnung in zwei bis drei Wochen

Die Rollenbatterie werde in den kommenden Tagen ersetzt, sagte Kathrin Naegeli, Sprecherin der Jungfraubahnen auf Anfrage. Die Bahn könne voraussichtlich in zwei bis drei Wochen wieder eröffnet werden. Der Termin sei abhängig von den Auflagen des Bundesamts für Verkehr (BAV).

Zur Schadenhöhe konnte Naegeli keine Angaben machen. Bei den Verletzten und bei den Angehörigen des getöteten deutschen Skifahrers habe sich das Unternehmen am Freitag entschuldigt.

Um allfällige Schadenersatzansprüche geltend zu machen, seien die Betroffenen mit den notwendigen versicherungstechnischen Angaben versorgt worden. Bisher sei niemand mit Forderungen an das Unternehmen gelangt, sagte Naegeli. (sda)

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