Siegerehrung: Kleiner Feuz ganz gross

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SiegerehrungKleiner Feuz ganz gross

Beat Feuz wurde in Wengen für seinen Abfahrtssieg am Lauberhorn geehrt. Der 1,72 m kleine Emmentaler genoss den Moment zuoberst auf dem Siegerpodest sichtlich.

von
Herbie Egli

Beat Feuz wird in Wengen gefeiert. (Video: 20 Minuten Online)

Beat Feuz wird zum Stammgast auf dem Siegerpodest in Wengen. Nachdem er am Freitag dank seinem zweiten Rang in der Superkombination aufs zweithöchste Treppchen steigen durfte, gings am Samstag ganz noch oben – auf den Platz mit der Nummer 1.

Über 1000 Personen feierten den Schweizer Abfahrtssieger im Weltcupdörfli in würdigem Rahmen. Unter tosendem Applaus und im Fahnenmeer bahnte sich Feuz durch den abgesperrten Korridor den Weg auf die Bühne. Nach dem Sprung aufs Podest gabs das Siegergeschenk in Form einer grossen Zinnkanne, von einem Sponsor eine Uhr. Am Schluss wurde zu Ehren des Lauberhornsiegers die Schweizer Nationalhymne gespielt, was Feuz sichtlich berührte.

Der 24-jährige Emmentaler kann sich dank den Resultaten am Freitag und Samstag über einen Check von 53 000 Schweizer Franken freuen. Für den 2. Rang in der Superkombination gibt es 20 000 Franken, für den Abfahrtssieg 33 000 Franken.

Siegerehrung Superkombination Wengen

Genugtuung für langen Leidensweg

Für den 24-jährigen Emmentaler ist der Lauberhorn-Triumph der dritte Weltcupsieg seiner noch jungen Karriere. Den letzten Sieg feierte Feuz Mitte Dezember 2011 in Gröden, als er den Super-G gewann. Sein erster Weltcupsieg datiert vom März letzten Jahres mit der Abfahrt in Kvitfjel. Diesen Moment beschreibt Feuz auf seiner Webseite als den bisher schönsten seiner Karriere. Dies wird sich mit dem Abfahrtssieg am Lauberhorn wohl ändern.

Feuz über den Lauberhorn-Triumph

Der Lauf, den der 24-jährige Emmentaler im Moment hat, kommt nicht von ungefähr. Feuz galt schon früh als Talent, wurde aber immer wieder durch Verletzungen gestoppt. 2007 wurde der Schangnauer dreifacher Juniorenweltmeister. Er gewann die Abfahrt, den Super-G und die Superkombination. Die nächste Saison musste Feuz wegen einem Kreuzbandriss und Meniskusschaden sausen lassen. Wiederum ein Jahr später wurde er erneut durch eine Meniskusverletzung zurückgeworfen.

Nun ist Feuz erstmals seit langer Zeit weder in der Vorbereitung noch während der Saison verletzt. Dies beflügelt den 24-Jährigen und er avancierte endlich und definitiv zum Siegfahrer.

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