Aktualisiert 19.10.2006 16:51

Kleiner Marvin tot aus See geborgen

Der seit Dienstag vermisste sechsjährige Marvin ist tot. Taucher fanden um 13.45 Uhr die Kinderleiche in einem See unweit des Wohnorts der Familie. Die Polizei glaubt, dass Marvin von seiner Mutter umgebracht wurde.

Die Mutter des Jungen war am Dienstagmorgen in den Tod gefahren. Marvin (6) wurde anscheinend Opfer einer Familientragödie: Abschiedsbriefe der Mutter deuten darauf hin, dass sie sich umbringen wollte. Eine Spaziergängerin entdeckte am Ufer des Gederner Sees eine Bettdecke, die aus dem Elternhaus von Marvin stammt.

Daraufhin war die Suchaktion auf den See konzentriert worden. Der See ist nur wenige Kilometer von Marvins Wohnort Schotten-Sichenhausen im oberhessischen Vogelsbergkreis entfernt. Wie Polizeisprecher Carsten Sippel in Fulda berichtete, nahmen an der Suche rund 200 Polizisten, zwei Tauchereinheiten sowie Leichenspürhunde teil.

Warum Marvin sterben musste, ist noch ungeklärt. Die Mutter war am Dienstagmorgen unbemerkt von ihrem Ehemann und der 15-jährigen Tochter weggefahren. Ausserdem wohnen auch Grosseltern in dem Einfamilienhaus der Familie. Der Unfall war am Dienstag um 08.25 Uhr auf der Landstrasse von Herchenhain in Richtung Sichenhausen von einer Autofahrerin bemerkt worden.

Der Wagen von Marvins Mutter war mit hohem Tempo aus einer Kurve gerutscht und hatte sich überschlagen. Das Auto blieb nach etwa 200 Metern im Feld liegen. Als die Polizei die Angehörigen informierte, stellte sich heraus, dass sich der sechsjährige Sohn nicht in seinem Zimmer befand.

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