7,6 Prozent mehr: Kleiner Stromschlag fürs Portemonnaie
Aktualisiert

7,6 Prozent mehrKleiner Stromschlag fürs Portemonnaie

Mittelgrosse Haushalte müssen 2009 in der Schweiz 7,6 Prozent mehr für den Strom bezahlen. Das sind 75 statt 70 Franken im Monat. Die Strompreiserhöhung ist damit 16 Prozent tiefer als im Herbst 2008 angekündigt.

Den kleineren Preisanstieg möglich macht eine Verordnungsänderung. Die Zahlen gab der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) am Montag aufgrund einer ausserordentlichen Umfrage bei den Stromversorgern im April bekannt. Befragt wurden Elektrizitätswerke, die gut ein Drittel aller Haushaltungen versorgen.

Beim betrachteten Verbrauchsprofil des mittelgrossen Haushalts ging der VSE von einem Jahresverbrauch von 4500 Kilowattstunden aus. Die ursprünglich angekündigte Preiserhöhung hätte diese Haushalte mit 9,1 Prozent Mehrkosten belastet.

Über alle Verbrauchsprofile gesehen bewegen sich die neu berechneten Strompreisaufschläge zwischen 7 und 11 Prozent. Das entspreche je nach Kategorie einer Dämpfung des Aufschlags um bis zu 30 Prozent, teilte der VSE mit.

Pro Kilowattstunde belasten die neu eingeführte Einspeisevergütung für erneuerbaren Energien und die Systemdienstleistungen den Strompreis mit 0,85 Rappen. Gemäss VSE macht das rund die Hälfte bis zwei Drittel der Strompreiserhöhung aus.

Die Stromversorger mussten ihre Tarife aufgrund der revidierten Stromversorgungsverordnung neu berechnen. Die Regulierungsbehörde ElCom hatte sie Anfang März dazu verknurrt. Gegen die ElCom-Verfügung reichten verschiedene Stromunternehmen beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde ein.

Die Strompreiserhöhungen wurden hauptsächlich mit der neuen gesetzlichen Grundlage für die Kalkulation der Netznutzungsgebühren und neuen Abgaben - Einspeisevergütung und Systemdienstleistungen - begründet. (sda)

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