Chaos auf der A1: Kleinkind und Lenker sterben bei Horrorunfall
Aktualisiert

Chaos auf der A1Kleinkind und Lenker sterben bei Horrorunfall

Schreckliche Bilanz eines Unfalls auf der A1: Ein Kleinkind sowie der Lenker des Autos kamen ums Leben. Die Beifahrerin wurde schwer verletzt. Die drei waren auf dem Heimweg aus den Ferien.

von
ram

Zum tragischen Crash kam es gegen 9.30 Uhr bei der A1-Ausfahrt Oftringen, auf dem Gebiet der Gemeinde Walterswil SO. Im Auto sassen ein 33-jähriger Slowake mit Wohnsitz im Kanton Solothurn, eine 33-jährige Slowakin und ein zweijähriges Kind. Offenbar waren die drei auf dem Heimweg aus den Ferien. Laut Polizeisprecher Roland Pfister wird überprüft, ob der Fahrer übermüdet war und kurz eingenickt ist.

Fest steht: Das Auto touchierte einen Wildschutzzaun, überschlug sich mehrmals und blieb dann auf dem Überholstreifen auf dem Dach liegen. Als die Rettungskräfte eintrafen, befand sich laut Polizei nur der Lenker noch im Wagen - tot. Das Kind und die Beifahrerin waren offenbar aus dem VW Sharan geschleudert worden. Für das Zweijährige kam jede Hilfe zu spät. Es verstarb noch vor Ort. Die Beifahrerin musste schwer verletzt ins Spital gebracht werden. Im betroffenen Wagen befanden sich keine weiteren Personen. «Bei den Erwachsenen handelt es sich nicht um die Eltern des verstorbenen Kindes», so Pfister.

Laut einem Leser-Reporter spielten sich beim Unfallort chaotische Szenen ab. Alle Lenker seien von den Polizisten angewiesen worden zu wenden und zur Ausfahrt Kölliken zurückzufahren. Es standen mehrere Krankenwagen vor Ort, auch ein Helikopter der Rega habe über der Stelle gekreist. Der A1-Abschnitt blieb bis 15 Uhr gesperrt und musste im Raum Kölliken-Oftringen via Kantonsstrasse umgeleitet werden.

Ebenfalls auf dem Rückweg aus den Ferien war am Sonntagmorgen eine Familie auf der A4 bei Mettmenstetten ZH, als die 50-jährige Lenkerin wegen Sekundenschlafs die Kontrolle über den Wagen verlor und in eine Tunnelwand prallte. Ihr 55-jähriger Mann und eines der drei Kinder (12) wurden leicht verletzt. Sie mussten zur Überwachung ins Spital gebracht werden.

Tipps gegen den Sekundenschlaf

Bei 10 bis 20 Prozent aller Verkehrsunfälle spielt Müdigkeit eine Rolle. In der Kampagne Turboschlaf gibt die Beratunsstelle für Unfallverhütung Tipps, damit es nicht zum gefährlichen Sekundenschlaf kommt.

•Achten Sie auf genügend Schlaf auch in den Ferien. Setzen Sie sich nur ausgeruht ans Steuer.

•Legen Sie bei langen Fahrten regelmässig eine Pause ein. Die bfu empfiehlt, mindestens alle 2 Stunden anzuhalten und sich an der frischen Luft zu bewegen.

•Achten Sie auf ausgeglichene Ernährung. Nehmen Sie regelmässig kleinere Mahlzeiten ein und trinken genug Wasser.

•Vermeiden Sie hohe Temperaturen im Fahrzeug.

•Werden Sie während der Fahrt dennoch müde, halten Sie an und machen einen Turboschlaf von 15 Minuten.

•Werden Sie schnell wieder müde, haben Sie vielleicht ein Schlafdefizit. Da hilft nur ein ausgedehnter Tiefschlaf, bestenfalls über Nacht.

•Vermeiden Sie wenn möglich Nachtfahrten. Die Gefahr, am Steuer einzuschlafen, ist dann besonders gross.

Deine Meinung