Aktualisiert 13.02.2009 14:39

Denner vs. CoopKleinkrieg der Grossverteiler

«Typisch Coop: Billiger werden, aber teurer bleiben!» Mit dieser Kampfansage entgegnet Denner der Tiefpreis-Offensive des Grossverteilers. Ist der Vergleich gerechtfertigt oder unlautere Werbung?

Der Grossverteiler Coop weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass der Discounter in seinem Inserat seine Eigenmarken nicht mit der Tiefstpreislinie von Coop vergleiche, sondern mit der zweitgünstigsten Coop-Eigenmarke «Qualité & Prix», welche überwiegend auf dem Preisniveau der Migros liege. Zusätzlich fehlten jegliche Markenartikel in diesem Vergleich. Und Coop zeigt in einem eigenen Vergleich: Prix-Garantie-Hinterschinken hochgerechnet auf ein Kilo kostet gleich viel wie das Denner-Produkt.

Ungleiche Schinken

Vergleichende Werbung ist grundsätzlich erlaubt, wenn die Produkte eindeutig vergleichbar sind. Laut Piero Schäfer, Mediensprecher der Schweizerischen Lauterkeitskommission, ist die Werbung des Discounters auf den ersten Blick nicht unlauter. Beispielsweise lasse sich ein Kilo Coop-Hinterschinken gut mit einem Kilo Denner-Hinterschinken vergleichen. «Um jedoch genau zu bestimmen, ob die Kampagne nun lauter oder unlauter ist, müsste man alle Produkte des Inserates genau prüfen», erklärt Schäfer.

Und was meint das Gesetz? Die vergleichende Werbung gilt als unlauter, sofern sie mittels unrichtiger, irreführender oder unnötig verletzender Äusserungen oder in unnötig anlehnender Weise mit anderen, ihren Waren, Werken, Leistungen oder deren Preisen vergleicht.

(scc/zac)

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