Aktualisiert 20.10.2006 10:02

Kleopatra nackt

Julius Caesar konnte Kleopatra nicht widerstehen, Marc Anton auch nicht. Andere Männer hätten ihr Leben für eine Nacht mit ihr gegeben. Ein deutscher Archäologe behauptet nun, eine Statue gefunden zu haben, welche die antike Femme fatale gänzlich unverhüllt zeigt.

Julius Caesar lernte Kleopatra in Alexandria kennen. Im Land der Pyramiden tobte ein Bürgerkrieg und Caesar eilte dorthin, um nach dem Rechten zu sehen. Denn Königin Kleopatra und ihr Bruder bekämpften sich mit ihren Heeren.

Nachdem der römische Kaiser die Sache nach dem Prinzip Veni, Vidi, Vici geregelt hatte, nahm er die Ägypterin kuzerhand mit nach Rom, wo sie in seiner Villa wohnte.

Der deutsche Archäologe Bernard Andreae behauptet, Caesar habe, blind vor Liebe, seine Kleopatra in Stein hauen lassen und sie im Venustempel zur Schau gestellt. Eine Kopie dieser erotischen Statue sei erhalten geblieben und zwar in Form der Venus von Esquilin.

Mit zehn Thesen versucht der pensionierte Altertumsforscher zu beweisen, dass es sich bei der Venus von Esquilin tatsächlich um ein Abbild der nackten Kleopatra handelt. Hinweise liefern beispielsweise die Uräusschlange - ein Symbol des Pharaonentums - auf der ägyptischen Baluster-Vase, die doppelte Hautfalte oberhalb des Venushügels, die auf die Geburt von Caesars Sohn hinweisen soll und letztlich die Ähnlichkeit mit bekannten Kleopatra-Büsten.

Die Statue sowie zahllose andere antike Fundstücke, die Andreaes Theorie stützen sollen, werden ab dem 28. Oktober im Hamburger Bucerius Kunst Forum ausgestellt.

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