20.09.2017 03:49

Climate Games in Basel

Klima-Aktivisten planen Camp an geheimem Ort

Während zwei Wochen richten Aktivisten für die Climate Games in Basel ab Freitag ein Camp ein. Die Organisatoren rechnen mit bis zu 200 Teilnehmern.

von
lha
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Mit bunten Plakaten werden in der Stadt die Climate Games angekündigt. Am 22. September geht es los. Wo der Anlass stattfinden wird, steht nirgends.

Mit bunten Plakaten werden in der Stadt die Climate Games angekündigt. Am 22. September geht es los. Wo der Anlass stattfinden wird, steht nirgends.

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Am Slow-up vergangenen Sonntag warben Aktivisten ebenfalls für den Anlass.

Am Slow-up vergangenen Sonntag warben Aktivisten ebenfalls für den Anlass.

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Das zweiwöchige Camp mit zwei Aktionstagen am 28. und 29. September soll mit kreativem Aktivismus für den Klimawandel sensibilisieren. Im Fokus stehen auch Basler Unternehmen, die von den Veranstaltern als Klimasünder aufgeführt werden.

Das zweiwöchige Camp mit zwei Aktionstagen am 28. und 29. September soll mit kreativem Aktivismus für den Klimawandel sensibilisieren. Im Fokus stehen auch Basler Unternehmen, die von den Veranstaltern als Klimasünder aufgeführt werden.

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Plakate überall in der Stadt und Profile auf grossen Social-Media-Kanälen künden seit Wochen die sogenannten Climate Games in Basel an. Am Freitag soll die Aktion losgehen und bis am 3. Oktober dauern. Für den 28. und 29. September sind Action Days angekündet.

Wo das alles genau stattfinden soll, steht allerdings nirgends, auch nicht auf der Website der Veranstaltung. Dafür erfährt man dort, dass es Yoga, Bastelzelt, veganes Essen und Kompost-WCs geben wird. In mehreren Schweizer Städten wurde schon über die Aktion informiert.

«Der genaue Ort des Camps wird erst am Samstag über Social Media mitgeteilt», erklärt Martin Burckhardt, Sprecher der Climate Games, gegenüber 20 Minuten. Sein Name ist ein Alias, mit dem die Organisatoren kommunizieren. Weshalb sie ein solches Geheimnis aus dem Veranstaltungsort machen, wollten sie nicht erklären.

Gewaltfrei für Klimawandel sensibilisieren

Die Climate Games sind eine spielerische Form des politischen Aktivismus. Teilnehmer sollen in Teams Aktionen planen und durchführen. Das Ganze ist in einen Wettstreit eingebettet, wobei laut den Machern «die tollsten, kreativsten und lustigsten Aktionen» erkoren werden. «Wir wollen mit kreativen und gewaltfreien Aktionen für den Klimawandel sensibilisieren», so Burckhardt. Climate Games fanden auch während des Klimagipfels in Paris statt.

Was auf sie zukommen wird, wissen die Organisatoren aber noch nicht. «Wir können es absolut nicht einschätzen. Wir erwarten 100 bis 200 Personen am Freitag», sagt er. Angst vor Ausschreitungen haben die Organisatoren allerdings nicht. Sie verweisen auch auf ihren Aktionskonsens, worin festgehalten wird, dass «keine physische Gewalt gegen Lebewesen» angewendet wird. Es heisst dort aber auch: «Jeder ist für sein Handeln selber verantwortlich.»

Uniprofessor und NGOs am Camp

Basel wurde nicht zuletzt aus politischen Gründen als Austragungsort der ersten Climate Games in der Schweiz auserkoren. Weil die Stadt eher links tickt, fürchtet man sich hier weniger vor Repressionen. Als Hauptsitz mehrerer multinationaler Unternehmen und Standort des Ölhafens konzentrierten sich in Basel mehrere klimafeindliche Faktoren, so die Veranstalter.

Während des Camps treten namhafte Referenten auf. Alexander Demirovic etwa, Professor am Institut für Soziologie an der Universität Basel, spricht über zivilen Ungehorsam. Zudem sind NGOs wie Myclimate, Multiwatch oder die Klima Allianz Schweiz mit von der Partie.

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