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Klima-Initiative mit ambitiösem Ziel

Die Eidgenossen sollen dem guten Beispiel der EU folgen und in SP, Grüne und Umweltorganisationen lancieren eine Klima-Initiative. Sie fordern bis 2020 eine massive Reduktion des CO2-Ausstosses.

Die Schweiz soll in der Energiepolitik und beim Klimaschutz wieder eine Vorreiterrolle einnehmen. WWF, Greenpeace, VCS, die Energiestiftung sowie SP und Grüne fordern deshalb in ihrer Initiative ein «klar abgestecktes Ziel». Bis 2020 soll der CO2-Ausstoss im Vergleich zu 1990 um 30 Prozent gesenkt werden. Dies müsse über erneuerbare Energien und Energieeffizienz geschehen, verlangen die Initianten. Für die FDP ist diese Forderung extrem und unrealistisch.

«EINE REDUKTION UM 30 PROZENT IST VERNÜNFTIG»

Klimaforscher Martin Grosjean vom Nationalen Forschungsschwerpunkt Klima nimmt zur Initiative Stellung.

Ist die Initiative sinnvoll?

Martin Grosjean: Absolut. Angesichts der hohen Folgekosten des vom Menschen verursachten Klimawandels ist eine Reduktion um 30 Prozent eine vernünftige Zahl.

Ist diese Vorgabe mit Energieeffizienz und erneuerbaren Energien erreichbar?

Grosjean: Teilweise. Entscheidend ist die sofortige massive Reduktion des Energieverbrauchs. Die 2000-Watt-Gesellschaft ist das erreichbare Ziel. Solar- und Windenergie, Erdwärme sowie Biomasse sind zu fördern. Davon kann die Schweiz dank Innovation und Technologie auch ökonomisch profitieren.

Welche Massnahmen sind konkret nötig?

Grosjean: Räume sollten nicht mit fossilen Brennstoffen geheizt werden. Das heisst, ab sofort sollten Neubauten und Sanierungen nach modernstem Standard geschehen. Zudem sollten nur noch PWs zugelassen sein, die weniger als 3 Liter auf 100 Kilometer brauchen. Beides ist technisch machbar.

Was kann ich als Privatperson tun?

Grosjean: Das Mobilitäts- und Freizeitverhalten anpassen - vor allem mehr in der unmittelbaren Umgebung unternehmen. Ferientrips per Billigflieger sind absolut zu vermeiden. Zudem kann man über das Einkaufen den Energieverbrauch steuern - also saisongerechte Produkte aus der Nähe kaufen.

Christian Degen

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