Aktualisiert 24.12.2019 07:18

«Die sind bald nicht mehr dabei»

Klima-Jugend schockt mit Grosseltern-Tweet

Mit dieser Ansage ernten die Klima-Aktivisten einen Shitstorm: «Warum reden uns die Grosseltern eigentlich immer noch jedes Jahr rein? Die sind doch eh bald nicht mehr dabei.»

von
leg/rcp
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Der deutsche Ableger von Greta Thunbergs «Fridays For Future»-Bewegung hat für einen Eklat gesorgt.

Der deutsche Ableger von Greta Thunbergs «Fridays For Future»-Bewegung hat für einen Eklat gesorgt.

tt News Agency
«Warum reden uns die Grosseltern eigentlich immer noch jedes Jahr rein? Die sind doch eh bald nicht mehr dabei», fragten sie auf Twitter – und lösten damit einen Shitstorm aus.

«Warum reden uns die Grosseltern eigentlich immer noch jedes Jahr rein? Die sind doch eh bald nicht mehr dabei», fragten sie auf Twitter – und lösten damit einen Shitstorm aus.

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Am Nachmittag unternahm «Fridays For Future» einen Versuch, die Wogen zu glätten. Im Bild: Greta Thunberg an einer Demonstration in Stockholm am 20. Dezember 2019.

Am Nachmittag unternahm «Fridays For Future» einen Versuch, die Wogen zu glätten. Im Bild: Greta Thunberg an einer Demonstration in Stockholm am 20. Dezember 2019.

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Um 10 Uhr morgens war es am Montag mit dem Weihnachtsfrieden auf Twitter vorbei. Der deutsche Ableger von Greta Thunbergs «Fridays For Future»-Bewegung sorgt mit einer angriffigen Meldung für Aufsehen. «Warum reden uns die Grosseltern eigentlich immer noch jedes Jahr rein? Die sind doch eh bald nicht mehr dabei», war in dem Beitrag zu lesen. Dazu der Hashtag #weihnachtenundklimakrise.

«Ich konnte euch noch nie etwas abgewinnen. Jetzt kommt auch noch Verachtung dazu», ärgert sich User Kristian B. und setzt nach: «Geht fort, aber ganz weit fort.» «Ich schäme mich für euren entsetzlichen Tweet», kommentiert eine Frau. Auch Frank M. ist entsetzt und sichtlich angewidert von dem Beitrag: «Ihr wisst nicht einmal ansatzweise mehr zu schätzen, was diese Menschen für euch geleistet haben. Schämt euch!» Knapp drei Stunden fragten die Aktivisten die Twitter-Community: «Was darf Satire?»

Da war der Schaden bereits angerichtet. Laut der «Bild» empörte sich Deutschlands Innenstaatssekretär Stephan Mayer (46) mit den Worten: «Jugend schützt vor Dummheit nicht.» Er wolle es «nicht hinnehmen, dass die Lebensleistung älterer Menschen derart herabgewürdigt wird».

Am Nachmittag unternahm «Fridays For Future» einen weiteren Versuch, die Wogen zu glätten. «Wir möchten uns aufrichtig bei allen entschuldigen, die sich durch unseren satirisch gemeinten Tweet heute Morgen verletzt gefühlt haben», heisst es dann im Schlichtungsversuch der Umweltbewegung. Man wolle natürlich auch die tolle Unterstützung unzähliger Grosseltern nicht geringschätzen.

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