Aktualisiert 18.06.2019 11:11

Polizeieinsatz in BernKlimaaktivisten ketten sich ans Bundeshaus

Mit Kunstblut überströmt und ans Bundeshaus gekettet lösten Klimaaktivisten am Dienstagmorgen einen Polizeieinsatz aus.

von
miw

Klimaaktivisten ketteten sich am Dienstagmorgen ans Portal des Bundeshauses (Video: sda)

An der grossen Metallpforte des Bundeshauses waren am Dienstagmorgen Frauen und Männer in Handschellen angekettet. Ihre Kleidung war von Kopf bis Fuss mit Kunstblut durchtränkt. Der Parlamentsdienst alarmierte umgehend die Polizei, schnell war diese auf Platz.

Vor Ort stellte sich schliesslich heraus, dass es sich erneut um eine Aktion der Bewegung Extinction Rebellion (Rebellion gegen die Auslöschung) handelt. Die Aktivisten fordern vom Bund einen wirksameren Klimaschutz.

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Umweltaktivisten lösten am Dienstagmorgen einen Polizeieinsatz aus. Mit Handschellen ans Bundeshaus angekettet und mit Kunstblut überströmt machten sie auf ihre Klimaanliegen aufmerksam.

Umweltaktivisten lösten am Dienstagmorgen einen Polizeieinsatz aus. Mit Handschellen ans Bundeshaus angekettet und mit Kunstblut überströmt machten sie auf ihre Klimaanliegen aufmerksam.

Eine Klimaaktivistin von Action ou Extinction hat sich ans Eingangstor des Parlamentsgebäudes gekettet, während Nationalrat Jean-Francois Rime, SVP-FR, hineingeht.

Eine Klimaaktivistin von Action ou Extinction hat sich ans Eingangstor des Parlamentsgebäudes gekettet, während Nationalrat Jean-Francois Rime, SVP-FR, hineingeht.

Keystone/Alessandro Della Valle
Die Berner Feuerwehr schneidet die Aktivisten los.

Die Berner Feuerwehr schneidet die Aktivisten los.

Keystone/Alessandro Della Valle

Handschellen aufgeschnitten

Lange konnten die Klimaschützer ihren Protest nicht durchhalten: Zwar leisteten sie erst passiven Widerstand, indem sie sich nicht selbständig vom Eingang entfernten. Innert einer Stunde schnitt die Feuerwehr jedoch ihre Handschellen auf. Die Polizei führte die Leute schliesslich ab, um den Eingang für die Parlamentarier wieder freizumachen. Die Polizei nahm die Personalien der Umweltschützer auf. Auch Kollegen, die auf dem Bundesplatz Transparente schwenkten, wurden von den Polizisten kontrolliert. «Mehrere Personen wurden angezeigt», sagt Polizeisprecher Dominik Jäggi.

Blut in der Stadt vergossen

Es ist nicht das erste Mal, dass die Aktivisten in Bern die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Vor rund zwei Wochen vergossen die Umweltaktivisten einige Kübel Kunstblut in der Berner Innenstadt, um so demonstrativ auf ihre Befürchtungen und Anliegen aufmerksam zu machen.

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