St. Gallen – Klimademonstranten kritisieren Flugshows an der Olma scharf
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St. GallenKlimademonstranten kritisieren Flugshows an der Olma scharf

Für Klimaaktivisten in St. Gallen sind Flugshows während der Klimakrise inakzeptabel. Anders sieht das die Messeleitung: Die Flüge haben im Rahmen der Pilotenausbildung stattgefunden.

von
Vincent Vogler
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Mit diesen Bannern kritisierte das Kollektiv Klimastreik St. Gallen die Flugshows an der Olma.

Mit diesen Bannern kritisierte das Kollektiv Klimastreik St. Gallen die Flugshows an der Olma.

Kollektiv Klimastreik St.Gallen
Die Shows waren in den vergangenen drei Tagen am St. Galler Himmel zu sehen.

Die Shows waren in den vergangenen drei Tagen am St. Galler Himmel zu sehen.

Olma
Laut Katrin Meyerhans, Leiterin Bereich Messen der Olma Messen St. Gallen, hat es sich nicht um Zusatzflüge gehandelt, sondern um Trainingsflüge.

Laut Katrin Meyerhans, Leiterin Bereich Messen der Olma Messen St. Gallen, hat es sich nicht um Zusatzflüge gehandelt, sondern um Trainingsflüge.

Olma

Darum gehts

  • Klimaaktivisten und -aktivistinnen in St. Gallen sind entsetzt über die Flugshows an der Olma.

  • Mit Transparenten machen sie vor Ort darauf aufmerksam.

  • Die Messe-Veranstalter wollen keine politischen Statements und hängen die Banner wieder ab.

  • Bei den Flugshows handelte es sich nicht um Zusatzflüge, sondern um Trainingsflüge im Rahmen der Pilotenausbildung.

Während viele Olma-Besucherinnen und -Besucher in den vergangenen Tagen begeistert in den Himmel blickten und die Flugshows der PC-7-Staffel der Schweizer Luftwaffe bestaunten, lösten die Shows bei anderen weniger Freude aus: «Nach einem Sommer, der weltweit vom Klimawandel geprägt war, eine solche Aktion durchzuführen, ist verantwortungslos», schreibt das Kollektiv Klimastreik St. Gallen in einer Mitteilung. Um ihrem Ärger Ausdruck zu verleihen, hängte die Gruppierung am Sonntag Transparente bei ihrem eigenen Stand auf. «Stellt euch vor, es ist Klimakrise – und man macht noch Flugshows», stand darauf geschrieben.

Trainingsflüge im Rahmen der Ausbildung

Die Aktion war den Veranstaltern jedoch ein Dorn im Auge, sodass die Banner schnell wieder abmontiert wurden. Laut Olma-Sprecher Nico Canori sei man sich bewusst, dass Flugshows polarisieren können. Aber: «Wir wollen nicht, dass die Messe für politische Zwecke genutzt wird.» Die Aktion der PC-7-Staffel sei ein Geschenk der Armee an die Besucherinnen und Besucher der Messe gewesen und bei vielen gut angekommen. Zudem engagieren sich viele Stände vor Ort für Nachhaltigkeit.

Katrin Meyerhans, Leiterin Bereich Messen der Olma Messen St. Gallen, ergänzt in einer Mitteilung: «Bei den Darbietungen an der Olma handelte es sich nicht um Zusatzflüge. Die Shows ersetzen Flüge, die im Rahmen der normalen Ausbildung der Piloten stattfinden.» Es habe sich also nicht um ein Show-Team gehandelt, sondern um Berufsmilitärpiloten.

PC-7-Staffel der Schweizer Luftwaffe machte Flugshows zum Start des Olma-Eröffnungswochenendes.

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