«Wir eskalieren» : Klimajugend plant Störaktionen an Flughäfen
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«Wir eskalieren» Klimajugend plant Störaktionen an Flughäfen

Die Mobilisierung während der letzten Klima-Demo war im Vergleich zu den letzten Aktionen rückläufig. Jetzt wollen sich die Jugendlichen neu ausrichten.

von
rab
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In Zürich haben Schüler in den vergangenen Monaten mehrmals für den Klimaschutz demonstriert.

In Zürich haben Schüler in den vergangenen Monaten mehrmals für den Klimaschutz demonstriert.

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So wie in vielen anderen Schweizer Städten – etwa hier in Bern.

So wie in vielen anderen Schweizer Städten – etwa hier in Bern.

Keystone/Peter Schneider
Ihre Forderungen scheinen in der Politik Gehör zu finden. Der Zürcher Kantonsrat etwa hat kürzlich beschlossen, dass er den Klimanotstand ausrufen will.

Ihre Forderungen scheinen in der Politik Gehör zu finden. Der Zürcher Kantonsrat etwa hat kürzlich beschlossen, dass er den Klimanotstand ausrufen will.

Keystone/Urs Flueeler

Eigentlich war geplant, dass die Klima-Demo vom vergangenen Freitag in Zürich, an der laut Polizei über zehntausend Personen teilgenommen hatten, bis 16 Uhr dauern sollte. Doch bereits vor dem offiziellen Ende leerte sich der Helvetiaplatz im Kreis 4 beträchtlich und die Musiker auf der kleinen Bühne spielten am Schluss vor fast leeren Rängen.

Insgesamt gingen am Freitag in der ganzen Schweiz Tausende junge Menschen für den Klimaschutz auf die Strassen. Übers Ganze gesehen war die Mobilisierung im Vergleich zu den letzten Aktionen aber rückläufig.

Demonstrationszug hat sich halbiert

Das zeigte sich vor allem in der Westschweiz. In Lausanne zogen am Freitag noch rund 4500 Menschen durch die Strassen, vor ein paar Monaten waren es 10'000 gewesen. In Genf halbierte sich der Demonstrationszug im Vergleich zum 15. März. Dieses Mal zählte die Polizei rund 2000 Personen.

Wie der «Sonntagsblick» schreibt, befürchten die Organisatoren der Proteste, dass sich die Kundgebungen bald abnutzen oder gar totlaufen könnten. Deshalb wolle man sich neu ausrichten und den Druck auf Politik und Wirtschaft erhöhen – gemäss nach dem Motto: «Wir eskalieren.»

Interne Protokolle aus einem nationalen Strategietreffen der Verantwortlichen würden laut der Zeitung zeigen, dass zu den Demos künftig schweizweite Störaktionen wie etwa die Blockade von wichtigen Schweizer Verkehrsachsen oder gar Flughäfen hinzukommen sollen.

«Ab 2020 weht ein anderer Wind»

Die Vertreter der Schweizer Klimajugendlichen gaben auf Anfrage der Zeitung nur wenig über die geplanten Aktionen preis. Sie liessen jedoch durchblicken, dass «spätestens ab 2020 ein anderer Wind wehen» werde. Und dass die Dringlichkeit der «Klimakrise» neue Mittel erfordere.

Die 16-jährige Greta Thunberg, welche die Klimabewegung ins Rollen gebracht hat, ruft derweil in einem Manifest zu einem weltweiten Generalstreik auf. Der «Earth Strike» am 27. September soll zu einem Wendepunkt in der Geschichte führen. Thunberg: «Wir müssen den Druck erhöhen, um sicherzustellen, dass der Wandel passiert.»

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