Klimakiller Kunsteisbahn: Junge Grüne schreiten ein
Aktualisiert

Klimakiller Kunsteisbahn: Junge Grüne schreiten ein

Die warmen Temperaturen lassen die Eisbahnen schmelzen: Nur dank Kältemittel bleiben sie geöffnet. Jetzt mischen sich die Jungen Grünen ein.

Dolder-Eismeister Fritz Pfister strahlt übers ganze Gesicht: Trotz sommerlichen Temperaturen hat er zur Saisoneröffnung am Freitag eine dreieinhalb Zentimeter dicke Eisschicht auf die Fläche gebracht. «Vier wären optimal gewesen», sagt er. Doch die Sonne schien erbarmungslos und schon tags darauf bilden sich lästige Pfützen: «Einen Zentimeter Eisverlust mussten wir hinnehmen», so Pfister.

Ein ähnliches Bild bietet sich auf der Kunsteisbahn Heuried. «Dank Kältemittel und Elektropumpen können wir den Eisverlust aber unter Kontrolle halten», sagt Eismeister Michael Bianchera. Trotzdem: Obwohl der Aboverkauf erstaunlich gut angelaufen ist, finden sich nur wenige auf dem Eis. «Die meisten warfen einen Blick aufs Feld und gingen wieder», sagt Bianchera.

Dass die Kunsteisbahnen strikt nach Zeitplan geöffnet werden, ist für Bastien Girod von den Jungen Grünen unbegreiflich. «Die Stadt muss auf die Klimaveränderung reagieren und die Öffnungszeiten den Temperaturen anpassen», fordert er in einem Vorstoss. Nur das mache wirtschaftlich und ökologisch Sinn. Girod: «Statt mit viel Energie die Eisbahnen herzurichten, hätten sie lieber die Badis länger offen gelassen.»

Romina Lenzlinger

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