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«The Day After Tomorrow»Klimakollaps – und die Natur schlägt zurück

KATASTROPHENFILM – Roland Emmerich ist ein Blockbuster- Regisseur, der gerne mit der ganz grossen Kelle anrührt. In «Independence Day» wurde Los Angeles von Aliens dem Erdboden gleichgemacht und auch New York musste in «Godzilla» Federn lassen. Mit «The Day After Tomorrow» übertrifft sich der deutsche Regisseur nun selbst: Gleich die ganze nördliche Hemisphäre wird innert Tagen unter Eis begraben, mitsamt Millionen von Menschen.

Schuld an der Misere ist der amerikanische Vize-Präsident. Überheblich hat er die Warnungen des Klimaforschers Jack Hall in den Wind geschlagen: «Die amerikanische Wirtschaft ist genauso zerbrechlich wie die Umwelt.»

Und so schneit es kurz darauf in Indien, während riesige Flutwellen über New York hereinbrechen. Dort hält sich gerade Jacks Sohn auf. Kurzerhand macht sich Jack von Washington zu Fuss auf, um den Filius in New York zu retten. Zur gleichen Zeit kümmert sich Jacks Frau in einem evakuierten Spital um einen 7-jährigen Krebspatienten.

Jack Halls (Dennis Quaid, links) Warnungen werden in den Wind geschlagen. FoxWährend der dümmliche Plot für einen Actionfilm typischer nicht sein könnte, ist die kritische Haltung des Films eher ungewohnt: Die derzeitige US-Umweltpolitik wird unverblümt als Weg in die Katastrophe dargestellt. Dass diese in Tat und Wahrheit derart spektakulär ausfallen würde, darf indes ernsthaft bezweifelt werden.

Die DVD enthält neben der originalen Kinofassung unter anderem ein ausführliches Interview mit Regisseur Roland Emmerich.

Philippe Zweifel

«The Day After Tomorrow» mit Dennis Quaid, Jake Gyllenhaal, Emmy Rossum, Regie: Roland Emmerich. Fox-Warner.

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