CO2-Emission: Klimaschützer kritisieren Edelweiss-Flug zur Arktis
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CO2-EmissionKlimaschützer kritisieren Edelweiss-Flug zur Arktis

16 Stunden dauert der Flug, den Edelweiss im Mai durchführt. Ziel ist der nördlichste Punkt der Erde. Umweltorganisationen üben scharfe Kritik.

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vro
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Im Mai 2019 fliegt Edelweiss zum Nordpol.

Im Mai 2019 fliegt Edelweiss zum Nordpol.

Keystone/Walter Bieri
Der 16-stündige Rundflug soll die Verletzlichkeit der Erde vor Augen führen, wie die Veranstalterfirma Air Event gegenüber der Schweiz am Wochenende erklärt.

Der 16-stündige Rundflug soll die Verletzlichkeit der Erde vor Augen führen, wie die Veranstalterfirma Air Event gegenüber der Schweiz am Wochenende erklärt.

Keystone/Christian Merz
Gestartet wird von Zürich aus. Umweltschützer sehen im Flug jedoch einen Widerspruch zur laufenden Debatte rund um den Klimawandel.

Gestartet wird von Zürich aus. Umweltschützer sehen im Flug jedoch einen Widerspruch zur laufenden Debatte rund um den Klimawandel.

Keystone/Steffen Schmidt

Von Zürich aus startet Lufthansa-Tochter Edelweiss am 10. Mai 2019 einen 16-stündigen Rundflug zum Nordpol. Tickets gibt es ab 499 Euro. Begleitet wird der Flug von Polarforschern und Wissenschaftlern, die Hintergrundinformationen und themengerechte Unterhaltung lieferten, schreibt die «Schweiz am Wochenende».

Doch gerade der CO2-Verbrauch von Flugzeugen wird immer wieder von Klimaschützern kritisiert. Dass nun Edelweiss einen Flug zu einer Region durchführt, die vom Klimawandel besonders betroffen ist, kommt deshalb nicht gut an. «Es widerspricht der aktuell herrschenden Debatte rund um die Umweltschäden, welche die boomende Aviatikbranche verursacht», sagt Florian Brunner von der Schweizerischen Energie-Stiftung zur Zeitung.

Rundflug gibt es schon seit zehn Jahren

Auch Greenpeace Schweiz übt Kritik. «Dieses Angebot zielt definitiv in die falsche Richtung, es ist ein No-Go», sagt Georg Klingler, Leiter Klima. Den Gletscherschwund könne man auch in der Schweiz beobachten.

Veranstaltet wird der Rundflug von der deutschen Firma Air Event. Edelweiss sei nicht die Initiantin, sagt ein Sprecher der «Schweiz am Wochenende». Man habe mit Air Event einen Vollcharter-Vertrag abgeschlossen, die Firma entscheide selbst über die kommerzielle Verantwortung, Flugroute und Vermarktung des Fluges.

Die deutsche Firma biete den Flug schon seit zehn Jahren an, heisst es dort. Bisher habe man mit Air Berlin zusammengearbeitet, nach deren Pleite tat sich Air Event mit Edelweiss zusammen. Ziel des Fluges sei es, Bewusstsein über die Treibhauseffekte zu schaffen. Über die Organisation Myclimate würde der CO2-Ausstoss kompensiert. Es gebe am Rundflug ein «durchaus angemessenes Interesse».

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