Studie: Klimawandel bedroht Reisernte
Aktualisiert

StudieKlimawandel bedroht Reisernte

Reis ist für Millionen Menschen ein Grundnahrungsmittel. Einer Studie zufolge gefährdet der Klimawandel die Reisproduktion in Asien und stürzt damit noch mehr Menschen in Hunger und Armut.

Reisernte in Kambodscha.

Reisernte in Kambodscha.

Die in der Zeitschrift «Proceedings of the National Academy of Sciences» veröffentlichte Untersuchung stützt sich auf frühere Ergebnisse, wonach steigende Temperaturen in den vergangenen 25 Jahren die Zunahme von Erträgen in einigen Teilen Asiens bereits um 10 bis 20 Prozent verringert haben.

Höhere Temperaturen tagsüber können zwar positive Auswirkungen auf die Reisernte haben, nachts hat Wärme dagegen einen negativen Effekt. Die Nachttemperaturen steigen schneller und haben damit Verluste bei der Produktivität zur Folge, wie Jarrod Welch von der University of California, der leitende Autor der Studie, erklärte.

Nach Angaben des International Rice Research Institute in Manila essen rund drei Milliarden Menschen weltweit täglich Reis. Mehr als 60 Prozent der eine Milliarde ärmsten Menschen in Asien sind auf Reis als Grundnahrungsmittel angewiesen. (dapd)

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