Red Bull Cliff Diving: Klippenspring-Spektakel, 9500 Fans und ein Unfall-Schock

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Red Bull Cliff DivingKlippenspring-Spektakel, 9500 Fans und ein Unfall-Schock

In Sisikon waren die besten Klippenspringer der Welt zu Gast. Die Red Bull Cliff Diving World Tour macht Halt am Vierwaldstättersee. Neben toller Atmosphäre und eindrücklichen Sprüngen ereignete sich auch ein Unfall. 

von
Dominik Mani
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Serien-Siegerin Rhiannan Iffland grüsst die Schweizer Fans.

Serien-Siegerin Rhiannan Iffland grüsst die Schweizer Fans.

20min/Michael Scherrer
Der Siegessprung von Aidan Heslop.

Der Siegessprung von Aidan Heslop.

20min/Michael Scherrer
9500 Fans besuchten den Event im 400-Seelen-Dorf Sisikon.

9500 Fans besuchten den Event im 400-Seelen-Dorf Sisikon.

20min/Michael Scherrer

Darum gehts

Bei schönstem Wetter und angenehmen Temperaturen fand in Sisikon am Vierwaldstättersee der Red Bull Cliff Diving Event statt. Zwölf Frauen sprangen aus 22 Meter und zwölf Männer aus 27 Meter Höhe. Möglichst viele Saltos und Schrauben innerhalb von den drei Sekunden Flug zu machen, ist das Ziel.  

Am Samstag fanden die ersten zwei Qualifikationsrunden statt, am Sonntag ging es dann um den Sieg. Bei den Frauen holte sich Rhiannan Iffland bereits den sechsten Sieg in diesem Jahr. Die Australierin konnte die Konkurrenz um 40 und mehr Punkte distanzieren. Bei den Herren konnte sich Aidan Heslop aus Grossbritannien durchsetzen. Er verwies Gery Hunt und James Liechtenstein auf die Plätze zwei und drei. Für den Briten ist es der zweite Sieg auf der Tour. «Ich habe hier in Sisikon vor vier Jahren mein Debüt gegeben, jetzt hier zu gewinnen ist grossartig.» Nicht alle Springer konnten ihre Sprünge so gut landen wie die beiden Sieger. 

Zwei Schweizer Teilnehmer mit dabei

Der Amerikaner Matt Cooper überdrehte kurz vor dem Eintauchen und prallte so mit dem Kopf auf die Wasseroberfläche. Die anwesenden Sicherheitstaucher mussten den Amerikaner aus dem Wasser ziehen. Die Verletzung soll sich bei Cooper in Grenzen halten, er musste lediglich zur Kontrolle ins Spital, welches er inzwischen bereits wieder verlassen hat. Ein mulmiges Gefühl blieb nach der Rettungsaktion dennoch zurück. Nach Cooper war der Schweizer Matthias Appenzeller an der Reihe. 

«Es ist nie schön, einen Menschen, den man so gerne mag, so zu sehen. Aber ich musste mich auf meinen eigenen Sprung konzentrieren», sagt der Zürcher. Man wisse, dass der Sport gefährlich sei, aber den Wettkampf abbrechen, sei auch nicht die Lösung. Der angehende Anwalt war sportlich nicht zufrieden mit seiner Leistung. «Kein Sprung war perfekt, aber den Event werde ich trotzdem nicht vergessen», so Appenzeller. Am Schluss reichte es ihm für den zehnten Schlussrang. Der zweite Schweizer, Jean David Duval, wurde Zwölfter.  

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