Aktualisiert 13.01.2014 14:27

SRF-Metzgete«Klischeehaft, wenig unterhaltsam»

SRF hat mit «Metzgete - Heiteres Prominentenraten» ein Ratespiel im Comedy-Format entwickelt. Beim Publikumsrat fällt die Show allerdings durch.

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«Metzgete – Heiteres Prominentenraten» fällt beim Publikumsrat durch.

«Metzgete – Heiteres Prominentenraten» fällt beim Publikumsrat durch.

Das Spielprinzip bei der halbstündigen Sommersendung «Metzgete», die vom 4. Juli bis 15. August jeweils am Donnerstag ausgestrahlt wurde, ist einfach: Prominente Spielkandidaten müssen den Namen einer bekannten Persönlichkeit erraten. Dazu dürfen sie maximal fünf Fragen an ein Comedy-Team stellen, das Tipps zur gesuchten Person liefert. Bei den skurrilen Fragen und Antworten sieht die Arbeitsgruppe das grösste Unterhaltungspotenzial - dieses werde aber kaum genutzt. Jedenfalls gehen die Meinungen, was den Humor der Sendung betrifft, stark auseinander.

«Antworten wirken einstudiert»

Das Format steht und fällt mit der Originalität und Spontaneität aller Beteiligten, heisst es in der Mitteilung. Aber die Prominenten dürfen bei «Metzgete» einzig vorgegebene Fragen vorlesen und werden damit zu Statisten degradiert. Auch die Antworten des Comedy-Teams mit Beat Schlatter und jeweils zwei weiteren Comedians wirken in den Augen des Publikumsrats häufig einstudiert. Zudem seien sie meist sehr gesucht, wenig unterhaltsam und als Hinweis auf den gesuchten Promi von geringem Nutzen. Moniert wird der stark bis ausschliesslich negative Fokus bei den beschreibenden Antworten. Als witzigen Höhepunkt von «Metzgete» empfinden einige Ratsmitglieder hingegen die Idee mit dem Glücksrad, das den Gewinn in einer Fremdwährung bestimmt, und das Pechrad, das Strafaufgaben verteilt.

Schlechte Noten für Fabian Unteregger

Moderiert wird die Sendung von Fabian Unteregger. Laut dem Publikumsrat liegt ihm die Rolle nicht wirklich. Er wirke wenig souverän und könne sein Talent als Comedian nicht ausspielen. Der Moderator selber, nimmt nur knapp Stellung: «Es freut mich sehr, dass sich der Publikumsrat die Sendung angeschaut hat. Sollten wir eine weitere Staffel drehen, werden wir natürlich wieder Gas geben.»

Showassistentin bei «Metzgete» ist die Burlesque-Tänzerin Zoe Scarlett alias «Bunny». Diese Figur sei so übertrieben und klischeehaft, dass sie letztlich gut zum trashigen Stil der Sendung passe, finden mehrere Ratsmitglieder.

Das Studio-Dekor gefällt allen Beobachtenden gut. Es sei schräg und witzig, alles wirke schön altmodisch und verstaubt und hebe sich von jeder anderen SRF-Sendung ab. Mehrfach positiv erwähnt wird auch das Studio-Publikum, das wie in einem Theater anwesend ist und «Metzgete» einen Rahmen gibt. Auch die Live-Musik des Landolt-&-Nievergelt-Quintetts überzeugt den Publikumsrat. (nei/sda)

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