KLM-Direktion verzichtet auf Bonus
Aktualisiert

KLM-Direktion verzichtet auf Bonus

Die Direktion der niederländischen Fluggesellschaft KLM hat auf eine Bonusregelung im Zusammenhang mit der Übernahme der Airline durch Air France verzichtet.

Diesen Entschluss gab das Unternehmen am Montag nur Stunden vor der ausserordentlichen Aktionärsversammlung bekannt. An der Versammlung sollen Statutenänderungen verabschiedet werden, die den Weg zur Fusion mit Air France ebnen. Das öffentliche Übernahmeangebot läuft seit dem 5. April.

Die Bonusregelung sollte den Mitgliedern der Direktion in den ersten drei Jahren nach der Fusion zusätzliche Einnahmen zwischen 20 und 50 Prozent ihrer Gehälter pro Jahr bringen, falls bestimmte Einsparungsziele erreicht werden.

Vor allem Gewerkschaften und Finanzminister Gerrit Zalm hatten gegen die geplante Regelung protestiert. Zalm, der den knapp 14-prozentigen Staatsanteil an KLM vertritt, wandte sich gegen die Bonusregelung, die er als äusserst grosszügig kritisierte.

Eine solche Regelung sei unvertretbar, vor allem im Hinblick auf den Wegfall von 4500 Arbeitsplätzen im Zuge des derzeitigen Programms zur Kosteneinsparung, erklärten Gewerkschaften und drohten Arbeitsunterbrechungen an.

(sda)

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