Klo-Streit gefährdet Schach-WM
Aktualisiert

Klo-Streit gefährdet Schach-WM

13 Jahre nach dem Schisma im Weltschach sollte es endlich wieder nur einen Weltmeister geben, doch die Fortsetzung des Wiedervereinigungsmatchs in Elista (Russ) zwischen Wladimir Kramnik (Russ/Weltmeister im klassischen Schach) und Veselin Topalov (Bul) Champion des Weltschachbundes FIDE) ist gefährdet. Grund dafür: Die Benützung der Toilette.

Kramnik war am Freitag nach Manipulationsvorwürfen nicht zur fünften Begegnung angetreten, worauf Topalov der Sieg zugesprochen wurde und er auf 2:3 verkürzen konnte. Der Russe akzeptierte dieses Verdikt allerdings nicht, sodass derzeit nicht fest steht, ob und unter welchen Bedingungen das auf zwölf Partien angesetzte WM-Duell weitergehen wird.

Auslöser des Streits war ein übermässiger Besuch Kramniks auf der «privaten» Toilette zwischen den einzelnen Zügen; dort kann ihn keine Videokamera überwachen. Nach einem Protest von Topalov legte das Appellationskomitee fest, dass beide Spieler das selbe WC benutzen müssen, um besser kontrolliert werden zu können. Kramnik beharrte jedoch auf dem WM-Vertrag, in dem jedem Spieler ein eigener Ruheraum nebst Toilette zugesagt war. Deshalb erschien er nicht zur fünften Partie. (si)

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