Vorsicht, bissig!: Kloppo läuft zur Bestform auf
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Vorsicht, bissig!Kloppo läuft zur Bestform auf

Was soll man BVB-Trainer Jürgen Klopp nach einem unbedeutenden Testspiel-Sieg fragen? Ein deutscher Journalist weiss nun zumindest, was nicht.

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Die besten Sprüche von Jürgen Klopp
Die besten Sprüche von Jürgen Klopp

«Meine Jungs liegen am Vorabend des Spiels in Doppelzimmern. Ich hoffe, da passiert nichts ...»

Keystone/AP/Frank Augstein
«Den Roman Weidenfeller müssen wir uns schon ab und zu schönsaufen.»

«Den Roman Weidenfeller müssen wir uns schon ab und zu schönsaufen.»

Keystone/Bernd Thissen
«Wir treten nicht mit vollen Hosen an. Ich habe extra noch mal nachgeschaut.»

«Wir treten nicht mit vollen Hosen an. Ich habe extra noch mal nachgeschaut.»

Keystone/AP/Martin Meissner

Armer Reporter. Das 1:0 für den BVB im Testspiel gegen den FC Sion ist wahrlich keine Steilvorlage für prickelnde Fragen. Viel lieber möchte der ZDF-Mann von Dortmund-Coach Jürgen Klopp daher wissen, wo es denn aktuell brennt beim krisengeschüttelten und von Abstiegsnöten geplagten BVB. Schon während Klopp der Frage lauscht, scheint Dampf aus seinen Ohren zu qualmen: «Das ist nicht Ihr Ernst?! Waren Sie in den Ferien? Unsere Probleme wurden schon zigfach besprochen.» Mit dem Kommentar «Sie können es überall nachlesen» wendet sich Klopp genervt ab.

Der Nächste, bitte! Doch auch der rumänische Journalist – Dortmund testet im Trainingslager in Spanien als Nächstes gegen Steaua Bukarest – kriegt sein Fett weg. Auf die Frage, was er denn über die Mannschaft von Steaua wisse, antwortet Klopp nur: «Bis Samstag alles.» Genug aus dieser Ecke, denkt sich der Kult-Trainer und dreht sich ab. Dort steht noch immer, Sie ahnen es bestimmt schon, der ZDF-Mann, der um eine zweite Frage nicht verlegen ist. Keine gute Idee ...

«Ronaldo? Der kann Ballspielen»

Der Reporter will von Klopp wissen, was er denn von der Weltfussballer-Wahl hält und ob Manuel Neuer die Auszeichnung nicht eher verdient hätte als Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi. «Können Sie sich vorstellen, dass eine Mannschaft im Abstiegskampf – so wie wir – ungefähr so weit von der Weltfussballer-Wahl entfernt ist wie der Mond?» In typischer Klopp-Manier lässt er die Journalisten wissen, dass die Wahl von Cristiano Ronaldo durchaus in Ordnung geht.

«Ich hätte es begrüsst, ihm gratuliert und es verstanden, wenn es Manuel Neuer geworden wäre. Dass es Cristiano Ronaldo geworden ist, überrascht mich nicht wirklich. Der Junge kann durchaus auch Ballspielen. Und Messi habe ich vorgestern noch live im Fernsehen gesehen. Es sah so aus, als kann er den Pokal nach Hause tragen.»

Dann ist er weg – und zwar mit einem breiten Grinsen. Denn Klopp lässt die Journalisten beim Weglaufen wissen: «Da euch die Fachfragen ausgehen, würde ich sagen, gehen wir mal.»

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